Nazis sind besser als Atheisten

Posted by: on Sep 21, 2009 in Pfoffie | No Comments

Das, um es gleich vorneweg zu nehmen, ist nicht meine Meinung. Aber ganz offenbar die Meinung von Rico de Bona ein durch seine Parteizugehörigkeit (CVP) wohl bekennender Christ und offenbar Herr über die Plakatwände in Luzern. Dieser Herr de Bona hat was ganz tolles gemacht…

… Ich weiss nicht ob ihr von der Atheisten-Plakaten gehört habt, die bereits in einigen Ländern dieser Welt zu sehen waren. Sie sagen gross und plakativ in der jeweiligen Landessprache: Da ist wahrscheinlich kein Gott, also sorg dich nicht, geniess das Leben.

Es gibt keinen Gott? Das sagt zumindest dieses Atheisten Plakat

Genau diese Kampagne sollte nun auch in der Schweiz gestartet werden. Beziehungsweise: Genau diese Kampagne wird bald in der Schweiz starten. Die Plakate werden in allen grossen und modernen Städten der Schweiz vom 26. Oktober bis 6. November aufgehängt werden. Leute aus meiner Umgebung werden nun denken: Cool! Grosse und moderne Städte, das geh ich dann gleich nach Luzern anschauen. Da muss ich aber sagen:

STOP! Luzern ist nicht Modern

Das liegt vielleicht daran, dass das unmodernste Kino in Luzern das Moderne ist? Nun, aber das ist eh eine andere Geschichte. Die eigentliche Geschichte ist, dass der vorher genannte, heilige Rico de Bona ein Machtwort gegen das Sakrileg des Atheismus ausgesprochen hat. Juhu! sag ich da – zum Glück ist der Luzerner Leiter Stadtraum und Veranstaltungen ein weltoffener und liberaler CVP-Politiker. Ah nein, wartet, die guten CVP-Politiker sind ja die Weltoffenen, ich mach da immer ein durcheinander. Wie auch immer, der (um es in Orwell’sch auszudrücken) un-gute Herr de Bona hat offenbar als dieser Leiter die Macht dazu, Menschen ihre Meinung zu verbieten. Das wär’ ja alles schön und gut – und ich würde das sogar akzeptieren, wenn ich im SUPI-VBL-BUS nicht ständig Gott rettet dich, Jesus hat mein Gehirn gerettet und anderen Humbug lesen müsste. Gut!, vielleicht hat Jesus das Gehirn irgendjemandes gerettet, aber vielleicht hat auch der Atheismus irgendwer vor einer Sekte bewahrt? Und nur weil der Herr de Bona nun gerade nicht-atheist ist, müssen wir interessierten darunter leiden?

Stellt euch mal vor, de Bona wär Massenmörder oder Kinderschänder – Mein Gott, diese Plakate will ich dann nicht sehen.

Übrigens: Ich bin kein Atheist, ich – für meinen Teil – spüre die Anwesenheit etwas göttliches. Aber das hindert mich nicht daran, den Atheisten Gehör und Interesse zu schenken. Und wenn ich es könnte, auch eine Stimme.

Sollte es nicht so sein, dass jeder seine Meinung offenkundig als Plakat aufhängen darf, solange er dafür bezahlt und niemand dadurch verletzt wird? Ich finde schon. Aber Herr de Bona offenbar nicht. Ich weiss nicht, ob der das damals auch schon entschieden hat, aber lasst uns uns an die geilen SVP-Plakate erinnern. Die bösen weissen Schäfchen kicken das arme schwarze Schaf aus der roten Wiese, weil es anders ist. Dieses Bild war nicht nur rassistisch, unethisch (Ethik, übrigens ein Wort von den Christen geprägt) und vollkommen deplatziert. Nein, es hat auch noch tausende von Menschen in der Schweiz bis ins tiefste Innere getroffen und verletzt.

svp

Aber das war natürlich voll OK! :)

Weil Ausländer ja blöd sind. Oder wie war das?

Ich für meinen Teil finde, Luzern sollte langsam aufpassen, was sie den Bewohnern und der Schweiz als Land so alles antut. Ein unethisches und weltfremdes Nazikaff… Das sah aber nicht so aus, als ich dahin gezogen bin. Ich bin enttäuscht. :(

Ihr denkt jetzt vielleicht: Wegen dem doofen Atheisten-Plakat nennst du Luzern ein Nazikaff? - Und meine Antwort wird sein: Tu ich das wegen dem Atheisten-Plakat?

greez der PF

Hast du dich jemals gefragt… – Rohfassung vollendet

Posted by: on Sep 18, 2009 in Text | One Comment

Gerade in diesem Moment habe ich die Rohfassung meiner neuen Geschichte mit dem Titel Hast du dich jemals gefragt… abgeschlossen. Der Titel ist mit einer Chance von 20% nur ein Arbeitstitel.

Es ist die Geschichte eines kleinen Jungen, der im Zug von Zürich nach Luzern fast vergewaltigt wird. Auf der Flucht vor seinem Vergewaltiger rutscht er offenbar aus versehen in eine Art andere Dimension. Es ist noch immer dieselbe Welt, aber er ist vollkommen allein. Mit der Zeit bemerkt er jedoch, dass er gar nicht so alleine ist. Er bemerkt, dass Dinge passieren und sich verändern mit welchen er gar nichts zu tun hatte. Was ist der Grund für seine Situation und kann er jemals aus ihr entkommen?

Der Umfang der Rohfassung kann sich in den folgenden, wunderschönen Statistik-Zahlen ausdrücken:

  • 155’551 Zeichen
  • 25’500 Worte
  • 40 A4 Seiten

Die so surreal schön erscheinen Zahlen sind vollkommener Zufall und ich war selber ziemlich überrascht, was für ein stimmiges Zahlenmuster sich da abgezeichnet hat. Ich fasse dies als gutes Omen auf.

Wie geht es nun weiter?
Ja, das könnte man sich zum Beispiel Fragen. Meine folgenden Schritte werden die folgenden Sein:

  1. Den ganzen Text vom automatischen Korrekturprogramm auf dem Mac Gegenlesen lassen
  2. Dasselbe in Grün mit der Korrektur von MS Word
  3. Möglicherweise noch ein drittes, wenn sich das anbietet (Man sieht, mich muss man korrigieren – und zwar ziemlich stark)
  4. Ich lese die Geschichte selber nochmal, erweitere, korrigiere und lösche Textstellen. Dies betrifft mehr die Logik der Geschichte und die Wortwahl als orthographische Korrekturen.
  5. Die zwei oder drei ersten Bekannten dürfen die Geschichte lesen und kommentieren.
  6. Ich plane noch eine kurze Beta-Phase (ja, wie bei einem Game), bei welcher fünf Personen das fertige Buch lesen und kommentieren können.
  7. Als siebten und letzten Punkt plane ich natürlich, das Buch zu veröffentlichen. Dies hängt aber natürlich auch mit der möglichen Veröffentlichung vom Mertsch ab.

So, das war’s, danke für’s Lesen und ich hoffe, dass ich den einen oder anderen mit meinen wenigen Informationen Neugierig auf die Geschichte gemacht habe.

Schreiberische Mittagsgrüsse – Pfoffie

Screaming Edges

Posted by: on Sep 16, 2009 in Bilder | No Comments

Ich habe mal wieder einen neuen eigenen Stil entwickelt. Er mag vielleicht andersweitig schon abgelutscht sein – aber für mich und mein können ist er absolut neu :)

Ich nenne die wenigen bisherigen Bilder Screaming Edges. Dieser Name ergibt sich aus den harten und aufdringlichen Kanten, die sich in den Bildern darstellen. Insgesamt sind es zwei Sujets, zum Einen ein Eigenportrait und zum anderen zwei Stilisierungen eines Stonehenge-Fotos. Die Stonehenge-Bilder sind vom Stil her absolut verschieden zum Selbstportrait. Dies rührt daher, dass die Stonehenge-Bilder einiges älter sind (Quasi-Prototypen vom neuen Stil) als das Selbstportrait. Aus diesem Grund steht auch das Portrait an erster Stelle und somit im Mittelpunkt. Ich hoffe jedoch, dass auch die Stonehenge-Bilder gefallen werden.

Screaming Edges – Galerie

Ich freue mich über jegliches Feedback zu den Bildern und danke allen, die die Bilder bereits auf Facebook gesehen und mir dazu Feedback gegeben haben.

pf.

Kornkreise… Google macht weiter…

Posted by: on Sep 15, 2009 in Pfoffie | No Comments

goog_e
Diesmal habe ich leider nicht wirklich Zeit viel zu posten. Mir ist nur gerade aufgefallen: Google hat schon wieder ein neues Doodle-Logo. Diesmal kein UFO das ein o stiehlt, sondern ein UFO das Googe (also diesmal ohne l) als Kornkreis pflanzt… Mein Gott, wir sind gespannt!

greez pf

Coraline – Yet another 3D-Movie?

Posted by: on Sep 15, 2009 in Pfoffie, Reviews | 3 Comments

Während in Amerika bei Filmtrailern zu 3D-Filmen bereits meistens 2D in ausgewählten Kinos steht, ist es doch hierzulande noch immer etwas spezielles, die Möglichkeit zu haben, einen Film im superschicken 3D anschauen zu können. Seit und mit Ice Age ist 3D jedoch supercool und super-in – sogar das einzige IMAX der Schweiz, das normalerweise nur kurze (und teure) Dokufilme zeigt, ist auf den 3D-Zug aufgesprungen.

Nach doch einigen 3D-Filmen, dazu vielleicht später mehr, habe ich am Sonntag noch Coraline in 3D geschaut.  Alle Filme hatten etwas gemeinsam: Sie wurden für 3D gemacht. Die Story oder Charaktere der Filme blieben dabei mehr als nur weit auf der Strecke. Doch Coraline machte in den Trailern bereits einen anderen, besseren Eindruck.

Aber zuerst zur Geschichte. Das kleine Mädchen Coraline, relativ oft und von vielen fälschlicherweise Caroline genannt, zieht mit ihren Eltern in ein abgelegenes Haus. Die Eltern sind beide Schriftsteller – sie schreiben offenbar Bücher über Pflanzen. Sie haben keine Zeit für die kleine Coraline. Im Wohnzimmer findet Coraline eine kleine Tür, die aber zugemauert ist. In der Nacht, öffnet sich hinter der Tür aber plötzlich ein Übergang in eine Parallelwelt oder andere Dimension oder so. Die andere Welt sieht fast genau gleich aus, wie die normale – nur die Menschen sind anders. Allen voran Coraline’s andere Mutter. Sie scheint die perfekte Mutter zu sein, interessiert sich für ihr Kind und kocht! Aber die andere Welt und auch die andere Mutter scheinen nur, perfekt zu sein…

Trotz der Düsterness (wie ist die Nomen-Form von Düster?) und der skurril Charaktere ist Coraline eindeutig ein Kinder(-freundlicher-)Film. Die Story ist angenehm zu verstehen, hat keine grossartigen, komplizierten Twists und ist auch sonst geradlinig gestrickt. Klingt nach einem typischen 3D-Film: Die Story ist lahm, man angelt sich von 3D-Effekt zu 3D-Effekt und weiss schon von Anfang an, wie’s ausgeht. Aber nein, so ist das nicht!

Coraline ist zwar einfach gestrickt und hat seine langatmigen (fast langweiligen) Phasen. Der Film wird aber in der zweiten Hälfte richtig spannend und interessant. Man vergisst dabei manchmal vollkommen, dass man sich einen 3D-Film anschaut. Nicht, weil man es nicht mehr sehen würde, sondern weil man einfach mitten im Film ist – und dieser Effekt vollkommen natürlich und nicht aufgesetzt daherkommt.

Deshalb mein Fazit: Coraline gäbe wohl auch in 2D einen gelungenen, interessanten Film ab. Soweit ich weiss, läuft er noch ungefähr eine oder zwei Wochen. Man sollte also, wenn man die Möglichkeit hat, sich den Film anschauen gehen!

Und jetzt wird auf UP gewartet – einen Film, von welchem ich eine ähnliche Erwartung habe, wie ich es von Coraline hatte: Ein 3D-Film, der auch in 2D ein guter Film wäre.

greez pf

Busse in Luzern – VBL und ihr Qualitätsverlust

Posted by: on Sep 14, 2009 in Pfoffie | 2 Comments

Ich war einst einer, der setzte sich immer für die Luzerner Busfahrer ein. Ich akzeptierte ohne Kommentare kleinere Verspätungen und die paar wenigen Pannen, die es gab.

Aber seit kurzem strapaziert die VBL (Verkehrsbetriebe Luzern) wirklich meinen Nerven. Mal ganz von den wirklich üblen Verspätungen abgesehen (Ich wurde Heute Morgen ganze 10 Minuten zu spät vom Bus abgeholt – Das kam mir zwar ausnahmsweise zugute, aber eben). Es sind in letzter Zeit so einige Dinge passiert, die die Busfahrer der VBL in ein ganz dunkles, schlechtes Licht rücken. Ich will euch hier die beiden aktuellsten Beispiele nennen:

  • Am Samstag wollten ich und mein Freund in’s Kino. Wir warteten auf den bereits leicht verspäteten einer Bus. Der 1er-Bus fährt an den Luzerner Bahnhof und dann weiter nach Kriens / Obernau. An der Bushaltestelle, an welcher wir standen, hält auch noch ein anderer Bus, der 19er. Dieser fährt nur bis an den Bahnhof (was von meiner Haltestelle aus, vier Stationen sind). Die beiden Busse kommen ziemlich oft kurz nacheinander und so kann es schon passieren, dass der 19er nicht an meiner Station hält, weil bereits der 1er da steht. Dies ist auch vollkommen in Ordnung, weil der 1er den 19er-Service zu 100% abdeckt. An diesem Samstag war es aber so, dass der viel zu späte 1er-Bus einfach an unserer Haltestelle vorbeifuhr und der 19er, der ihm folgte, anhielt. Wir hätten aber NICHT an den Bahnhof müssen, sondern eine Station weiter. Das, liebe VBL, kann es doch einfach nicht sein?
  • Was jedoch eigentlich noch viel schlimmer war, war die darauf folgende fahrt mit dem anderen Bus zum Kino. Dafür benötigten wir den 2er, welcher auch gleich für uns bereit stand. Nach etwa fünfzehn Minuten fahrt (Der Bus braucht 20 Minuten bis zur Endstation) hält der Bus und fährt nicht mehr weiter. Der Fahrer versucht etwas, aber er kriegt den Bus nicht zum laufen. Er funkt, die geben ihm Tipps und er versucht diese. Steigt aus, drückt was am Linken Heck rum, steigt wieder ein, es geht nicht. Er funkt wieder, macht dasselbe nochmal am rechten Heck. blah. Nach geschlagenen Zehn Minuten sitzen noch immer alle Fahrgäste – mindestens 20 Menschen, wenn nicht mehr – auf ihren Plätzen und warten. Nach einem weiteren erfolglosen Versuch stehen wir und die meisten anderen auf und wollen den Bus verlassen – die Türen lassen sich jedoch nicht öffnen und wir müssen ganz vorne raus. Wir laufen dann zum Kino und schaffen es gut, weil wir genügend Zeit eingeplant hatten.
    Man kann jetzt gerne sagen, das kann ja mal passieren. Und ja, genau das ist so, das kann es – und wir als Fahrgäste sind wohl der übel gezwungen, es zu akzeptieren. Aber: Wir sassen mindestens 15 Minuten im Bus fest, ohne dass der Fahrer jemals in irgendeiner Form irgendetwas gesagt hätte. Ein “Bitte entschuldigen Sie die Unannehmlichkeiten aber ich habe ein Problem mit dem Bus” oder ein “Es folgt in zwei Minuten ein weiterer Linie-2-Bus auf welchen Sie umsteigen können” hätte doch bereits genügt.

Ich finde es sehr schade, was da im Moment abgeht. Und ich wünsche mir, dass die VBL-Mitarbeiter wieder erkennen können, dass nicht sie die armen sind, sondern die Mitreisenden.

pf

Magie und der Beobachter

Posted by: on Sep 11, 2009 in Ich, Migita, Pfoffie | No Comments

Vor einiger Zeit geschah mal wieder das folgende: Ich will, das etwas funktioniert, aber es tut’s nicht. Was mache ich also, ich bestell’ mir die Lösung beim Universum oder versuche sie mir anders-magisch irgendwoher einzusaugen. Natürlich, und das wissen wir ja alle, funktioniert das einwandfrei. Das eigentliche Problem entsteht aber anderswo, oder besser: anders-wann!

Es vergehen Wochen, vielleicht sogar Monate – alles funktioniert toll und alle beteiligten lachen (so mit “haha” und “juhu”) – aber dann, plötzlich und ohne Voranmeldung, macht’s irgendwo klick und die Magie vergeht. Das mit magischer Hilfe erstellte Produkt stürzt in sich zusammen und hört auf zu funktionieren. Was macht man? Man schaut sich die Einzelteile an und analysiert, warum es nicht mehr funktioniert. Die Lösung: Es hätte mit diesen Teilen gar nie funktionieren können.

Egal wie man es biegt oder wendet, es gibt dafür nur zwei Erklärungsmöglichkeiten:

  1. Ein böser Kollege kam, hat die Teile ausgetauscht und schiebt die Schuld auf den anderen
  2. Die Magie lässt nach und die fehlerhaften Teile verlieren den Halt

Während wohl die meisten meiner Bekannten auf Punkt eins plädieren würden, muss ich dagegen sprechen. Bei meinem früheren Job kam es unter dem psycho-dauer-Druck ab und an vor, dass etwas durch eben solche Methoden (damit meine ich magisches Lösen von Problemen und nicht das Zerstören von Produkten von Kollegen) gelöst wurde. Ich wäre wohl selber selten auf die Idee gekommen, wurde aber ziemlich oft von einer Kollegin dazu angestiftet. Wie auch immer, ich bezweifle, dass an meiner früheren Arbeitsstelle böse Menschen waren, die mir so eins ‘reindrücken wollten. Und es kam doch schon ein paar Mal vor, dass plötzlich etwas nicht mehr funktionierte und es beim genaueren hinschauen gar nie hätte funktionieren können.

Witzigerweise ist es dann aber immer so, dass man das Problem, für welches man vor Monaten noch Magie brauchte, plötzlich ohne dessen Hilfe lösen kann. Somit scheint die Universums-Bestellung nur eine Lieferung auf Zeit zu sein.

Dann gibt es die andere Situation – und hier kommt der Beobachter in’s Spiel: Man stellt etwas her und testet es, es funktioniert aber nicht. Vielleicht findet man einen Fehler, korrigiert ihn, es funktioniert aber immer noch nicht. Man sucht weiter, findet vielleicht wirklich noch Fehler aber an irgend einem Punkt, sind alle Fehler behoben. Doch, selbst dann funktioniert es einfach nicht. Beim Programmieren bietet sich an, dass man bestimmte Variabeln ausgibt um herauszufinden, wo der Fehler liegt. Dann macht man genau das – man gibt an der Stelle, wo etwas nicht funktioniert – eine Variabel aus und plötzlich funktioniert es. Es funktioniert ab diesem Zeitpunkt auch dann, wenn die Ausgabe der Variabel wieder entfernt. Wie kann das denn sein?, fragt sich der Anwender. Es gibt dazu natürlich auch gewisse Lösungsansätze, die ich aber nicht auf jedes meiner Erlebnisse anwenden kann.

Ein Beispiel:
Vor einigen Monate hatte ich privat eine Flash-Applikation gebaut, die unter anderem Prozente als einen Ladebalken darstellt – also etwas ganz einfaches. Der Balken hatte sich aber niemals gefüllt. Ich habe einiges umprogrammiert aber nichts hat funktioniert. Dann die Idee: Vielleicht ist die Variabel, welche die Prozentzahl enthält, falsch oder leer. Ich habe dann also die Variabel als Text ausgegeben, anstatt sie nur von dem Ladebalken anzeigen zu lassen. Ich teste die Applikation und was sehe ich: Die Prozentzahlen laufen vollkommen richtig nach oben und darunter – haltet euch fest – funktioniert der Ladebalken plötzlich problemlos.

Dies erinnerte mich an einen Teil eines Filmes den ich einmal gesehen habe. Es geht dabei darum, ob Licht Materie oder eine Welle ist. Hatte man das Licht einfach so auf zwei gerade Schlitze strahlen lassen, gab es dahinter ein Interferenz-Muster (Also konnte man Licht als Welle bezeichnen). Hatte man aber einen Sensor in die Schlitze gelegt, der registriert und zählt, wann ein Teilchen hindurch fliegt, so bildete sich kein Interferenzmuster mehr.

Es scheint also manchmal etwas zu geben, dass uns extra Steine in den Weg legt – ein Beobachter oder ein Gremlin –  und diese erst dann entfernt, wenn man ihn dabei erwischt. Vielleicht ist diese Entität ja die gleiche, die nach einiger Zeit (meistens dann, wenn man das Problem auch ohne Magie lösen kann) die Magie um bestellte Lösungen verschwinden lässt.

Man könnte sagen: Das ist Gott! – Aber ich glaube nicht an einen impersonifizierten Gott, also schliesse ich das aus. Vielleicht hat irgendeine göttliche Firma oder Energie angestellte (Beamte!) die dafür eingestellt sind, den Menschen Steine in den Weg zu legen. Vielleicht sind es aber wirklich nur Gremlins – oder noch wirklicher, böse Kollegen.

Und die Moral von der Geschicht: Beim Arbeiten Zaubern sollst du nicht. (Und wenn mal etwas nicht gleich funktioniert, einmal tief Atmen und dann nochmal versuchen)

Wer sich fragt, warum ich gerade jetzt darauf komme: Ich wollte mal wieder etwas Posten und habe den  Stub dieses Posts bei den Unveröffentlichten gefunden und mir gesagt: Den machst du jetzt fertig. Und siehe da :)

Was meint ihr dazu?

Gruss und Danke für’s Lesen, pf

    Das Google-Phänomen…

    Posted by: on Sep 6, 2009 in Pfoffie | One Comment

    Es ist wirklich ein rätselhaftes Phänomen. Mit dem gestrigen Doodle hat Google vor allem etwas bewiesen: Sie haben die Macht über die Gedanken der Internetbenutzer.

    Wer immer mal meinen Blog gelesen hat, kann sich möglicherweise an die Zeit von The next Uri Geller erinnern und auch daran, dass ich mal einen Vincent Raven Artikel veröffentlicht habe. Dieser Artikel hatte fast unmenschliche Auswirkungen auf mein Blog und liess in der Statistik sogar kleine Hörner wachsen – seht hier selbst.

    Was aber Google hier ausgelöst hat, ist von einem ganz anderen Kaliber. Seht euch nur mal die folgende Statistik an:

    Wenn das nicht mal eine Aufruf-Explosion ist...

    Wenn das nicht mal eine Aufruf-Explosion ist...

    Aus der Link Statistik habe ich auch noch erfahren, dass man meine Seite über Google in folgende Sprachen übersetzt hat:
    Polnisch, Französisch, Griechisch, Kroatisch, Chinesisch, Spansich, Türkisch, Koreanisch, Italienisch, Schwedisch und Russisch.

    Interessante Sache… Mal schauen ob wir irgendwann noch herausfinden, was Google damit bezwecken wollte.

    Greez PF

    Die Googlers mal wieder… Rätselhaftes Phänomen…

    Posted by: on Sep 5, 2009 in Pfoffie | One Comment

    Ja, immer mal wieder kommt man doch auf die Google-Website und fragt sich: WAS IST DENN MIT DEM LOGO LOS??? Meistens ist’s dann der Geburtstag von irgend einer wichtigen Person (Michael Jackson und Herr Tesla waren da vor kurzem drauf). Das Logo ist dann meistens irgend eine Illustration von etwas charakteristischem dieser Person. So hatte es beim Tesla-Logo eine Million Blitze zwischen den Buchstaben.
    Heute hatte Google aber auf einmal etwas seltsames. Ein Ufo fliegt über dem Logo und saugt eines der O’s weg:
    Google ohne o... Go-Gle?

    Wenn man auf das Logo klickt, wird man auf das Suchergebnis “Rätselhaftes Phänomen” verlinkt. Hmmm… Wenn man dasselbe auf der englischen Google-Website macht, wird man auf die folgende Suche verlinkt: “незбагненні явища” – Das bedeutet auf ukrainisch auch sowas ähnliches wie rätselhaftes Phänomen. Ist das nicht komisch? :)

    Offenbar hat Google vor kurzem folgendes getwittert: 1.12.12 25.15.21.18 15 1.18.5 2.5.12.15.14.7 20.15 21.19.
    Wenn man das in Buchstaben ummünzt sagt es uns All your o are belong to us. Einen offenbar falschen englischen Satz, der auf folgende alte falsche Übersetzung eines Sega-Spiels anspielt. Hier gibt es einen Wikipedia Artikel über diesen Übersetzungsfehler und die dazugehörige Geschichte.

    Aber ganz ehrlich gesagt: Für mich macht das alles gar keinen Sinn :) Aber als (noch immer) LOST-Fan steh’ ich natürlich auf solche Rätselhaftigkeiten.

    Das eheste, was einen Sinn ergäbe, wäre, dass Google einen (sehr alten) Bug repariert hat: Hier gibt es einen Artikel darüber (aus dem Dezember 2008!). Es gab offenbar einen Fehler, wenn man irgendwie zu viele Seiten ercheatete oder so, da verschwand auf einmal das gelbe O und das rote erschien ein zweites mal..

    Wie auch immer, ich werde mal weiter investigieren :) Ich denke, wir werden bald eine Antwort erhalten…. Ich bin sooo aufgeregt!!

    greeez pf