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Kurzgeschichte: Kannib’Ali

Samstag, 7. August 2010

Schon wieder eine Kurzgeschichte. Ja, mein Gott, es sprudelt halt manchmal. Ich wünschte ich hätte einen solchen Schreiber-Drive auch bei anderen Dingen haha.

Heute geht’s um ne genervte Kassiererin und Heute geht’s weiter auch mal um Gewalt haha. Als für alle, die das lesen und vielleicht irgendwas reales darin suchen (Mami… :) ), keine Angst: Es ist alles in Ordnung, ich bin noch immer gleich lebendig, gleich fröhlich und es ist auch gar niemand gestorben. Nur die gute Claudia F. hat mich Heute zu was ganz bösem inspiriert… Und wenn es niemandem gefällt, dann hoffentlich und wenigstens ihr.

Aber genug der langen Vorworte…

Kannib’Ali

«Nur noch schnell, ich brauche unbedingt…», erklärt sich der Mann Seraina. Sie hörte nicht zu, was er sagt. Wozu auch, fragt sie in sich selbst hinein, wir haben geschlossen. Den Laden verlassend gesellt sich Alexia zu ihnen. «Was ist denn ihr Problem?», fragt sie den Mann leicht verwirrt. Dieser erklärt ihr etwas beschämt den Grund seiner Hast. Alexia lacht auf, schubst Seraina an und zwinkert dem Herrn zu. «Na dann holen sie noch ihre wir wissen schon was, ich werde meine Kollegin informieren.» Der Mann bedankt sich erfreut und hastet in den Ladenbereich herein.

Ali macht sich gerade bereit, alles aufzuräumen und will die Kasse abschliessen als das alte Telefon neben ihr zu klingeln beginnt. «McKidd!», ruft sie genervt in den Hörer. «Ja, hier Bad, Ali, da kommt noch einer.» – «Aber Seraina ich…» – «Der hat nur einen Artikel, stell dich nicht so an.» Ali will noch darauf reagieren, aber Seraina hat schon aufgelegt. Das ist schon das dritte Mal diese Woche. Dazu kam, dass Heute auch gerade dieser Tag ist, an welchem sie sich endlich mit ihm treffen wird.

Währenddessen rennt Etienne durch den Laden und findet endlich, was er sucht. Die dachten, ich suche jene, doch eigentlich suche ich DIESE! Er greift nach den Hello Kitty Bügelbildern. Freudig macht er sich auf den Weg zur Kasse. Dort angekommen schreckt er kurz auf und etwas zurück. Er sieht die Kassiererin und sie ist in keiner Weise das, was er sich unter einer hübschen Frau vorstellt. Sie hat langes, schwarzes Haar, trägt eine Brille und ein hübsches Gesicht. Auch ihr wirklich auffälliges Dekolleté bleibt ihm nicht unverborgen. Die sieht viel zu sehr nach Frau aus, denkt er sich und legt seine Kleidersticker auf‘s Band.

«Grüezi!», wirft Ali ihm entgegen. Sie sagt es mit der Freundlichkeit, die jedem, der etwas mehr als eine grüne Erbse im Kopf hat, sagt, dass er sich zum Teufel scheren soll. Er scheint es nicht zu bemerken und bleibt so fröhlich, wie er es schon beim Betreten des Ladens war. Ali wartet auf die Ankunft des von ihm gekauften Produktes und erschauert, als sie es sieht. Was?!, schreit es in ihren Gedanken, dafür bin ich sitzen geblieben? Ihre Füsse beginnen leicht zu trippeln. Es ist dieses Trippeln, dass sie immer überkommt, wenn sie wütend ist. Ein Angewohnheit der ganzen Familie.

Sie zieht die Sticker über die roten Lichter, das Piepen ertönt und auf dem Display erscheint der Preis der Ware. «Fünf Franken und Fünfzig Rappen macht das dann.» Der Mann kramt in seiner Tasche und holt ein blau-weisses Kinder-Portemonnaie hervor. Alis trippelnde Beine beginnen sich etwas schneller zu bewegen. Er bemerkt, dass er kein Bargeld dabei hat und will mit der Kreditkarte zahlen. «Eigentlich geht das bei solchen Beträgen nicht.» Ali versucht die trippelnde Wut nicht in ihrer Stimme zu zeigen. Sei nett Ali, drängt sie sich selbst, das Kharma wird es dir zurückgeben. Auf ihr eigenes Drängen hin erlaubt sie ihm also ausnahmsweise, die Kreditkarte für die Bügelbilder zu benutzen.

Der Kauf ist abgeschlossen und Ali beginnt sich schon wieder auf das Danach zu freuen als er auf einmal die Frage stellt, die zur Eskalation führt. «Warten sie, ich habe noch diese Kundenkarte…» Alis Beine scheinen unter ihr zu explodieren. Ihr rechtes holt mit einem solchen Ruck aus, dass Ali sich das Knie an der Unterseite der Kasse anschlägt. «Scheisse, gottsvderdammte!», schreit sie auf und schaut nach ihrem Knie. Der anfangs starke Schmerz scheint aber nur auf dem Schock zu basieren und klingt gleich wieder ab. Sie schaut hoch und nach dem Kunden, will sich bei ihm entschuldigen. Er aber, ist verschwunden.

Gut, dann ist er halt mit seinen scheiss-Bildern abgehauen. Sie packt ihre Sachen zusammen und macht sich auf, den Laden zu verlassen. Als sie vor der Kasse her zum Ausgang gehen will, fällt ihr am Boden etwas auf. Hello, Kitty! Sie bückt sich und sieht, dass scheinbar zwischen den quadratischen Bodenplatten eines dieser Bügelbilder eingeklemmt ist. Sie hat nicht vor, sich weiter darum zu kümmern, als sie ein leises wimmern hört, das scheinbar von unter dem Boden kommt. Sie klopft auf die Platte und bemerkt, dass es darunter einen Hohlraum hat.

Jegliche Versuche, die Bodenluke zu öffnen, scheitern jedoch. Ob ich da irgendwie was geöffnet habe, vorher? Mit dem Gedanken im Kopf geht sie, ihren Kerl vollkommen vergessen, hastig zur Kasse zurück und beginnt, sie zu untersuchen. Sie kriecht unter die Kasse und sieht, dass sie mit dem Knie zuvor eine Delle in die Tischunterkante gehauen hat. Ali nimmt vorsichtig die Splitter weg und findet eine kleine Einbuchtung im Tisch. Darin befinden sich zwei Knöpfe. Ein roter und ein grüner. Sie drückt auf den roten, hört ein klickendes Geräusch und einen Schrei. Erschrocken lässt sie den Schalter wieder los und kommt unter dem Tisch hervor. Alles ist wie vorher, sie sieht nichts auffälliges. Sie will sich gerade daran machen, den anderen Knopf zu drücken, als sie bemerkt, dass das Hello-Kitty-Bild verschwunden ist.

An der Kasse sitzend, versucht sie, den linken, roten Schalter mit der Hand zu erreichen. Es gelingt ihr und sie sieht, wie sich wirklich eine Falltür öffnet. Sie schliesst sich aber gleich wieder, als sie den Knopf loslässt. Sie ist sich nun sicher, den beschissenen Kunden von vorhin dort runter verfrachtet zu haben. Ohne sich überhaupt zu fragen, wofür der andere Knopf sein könnte, drückt sie ihn und sieht, wie sich ihr gegenüber in der Wand  eine Tür öffnet. Ihr war schon am ersten Tag in diesem schrecklichen Laden aufgefallen, dass mit dieser Wand etwas nicht stimmen konnte. Sie lässt den Schalter wieder los, doch die Tür schliesst sich nicht mehr.

Wenige Augenblicke später steht sie in einem relativ engen, dunklen Treppenhaus. Sie drückt auf das grüne Licht, dass sich links von ihr befindet. Die Tür hinter ihr schliesst sich wieder und gelblich blinkende Neon-Röhren beginnen langsam, den vertikalen Gang zu erhellen. Langsam aber sicher schreitet sie die gewundenen Treppen hinunter und steht schlussendlich vor einer weiteren Tür. Metallern und schwer sieht sie aus, ist aber problemlos zu öffnen.

Sie betritt den neuen, nur schummrig beleuchteten Raum. Aber auch ohne gute Beleuchtung ist ihr sofort klar, wo sie sich befindet. Im Bruchteil einer Sekunde erinnert sie sich an ihre Kindheit. Fühlt, wie es war, dem Vater bei seiner Arbeit zu helfen.

Ali wuchs in Sligo, einem Kaff in Irland auf. Ihr Vater war der Metzger des Dorfes und ihre Mutter eine Schneiderin. Butch, the butcher, so nannten sie dort alle ihren Vater und auch Ali nannte ihn Butch. Ihr war nicht klar, dass das nicht sein richtiger Name war. Jeden Sommer half sie ihm dabei, die Schweine zu schlachten, auszunehmen und zu verarbeiten. Sie liebte es. Kurz nach ihrem sechzehnten Geburtstag jedoch, verliess ihre Mutter Butch und reiste mit Ali in die Schweiz. Sie fand nie wirklich den Anschluss und schaffte es so auch nicht, ihren Traum der eigenen Metzgerei verwirklichen zu können.

Ihre Erinnerungen werden jäh von einem Aufschrei des Mannes von vorhin unterbrochen. Sie sieht wo er liegt und erkennt so eindeutig, was wahrscheinlich passiert sein muss. Die Luke öffnete sich und rutschte auf einer Fleischrutsche in den Metzgereibereich hinein. Er hatte sich ganz offensichtlich beide Beine gebrochen, wie und warum das passieren konnte, kann Ali sich jedoch nicht erklären.

Nun liegt er da, vor ihr, mit zerrissenen Hosen und wimmert um Hilfe. Ali jedoch ignoriert seine Geräusche vollends und überlegt sich, was sie mit ihm nun machen könnte.

«Du siehst so glücklich aus Heute, Ali. Lief was gestern, na?» Es ist Seraina, die am nächsten Morgen als erste Alis gute Laune bemerkt. Ali nickt nur unsicher und zieht sich weiter um. An diesem Tag hat Ali nur eine Schicht bis um 13 Uhr. Eigentlich sollte sie sich darüber freuen, aber ihr gestriges Abenteuer hat eine Lust in ihr entfacht, die verlangt, dies zu wiederholen. Und zwar bald. Sie schaut auf den Wochenplan und sieht, dass sie die nächsten drei Tage nie die letzte Kasse hat. Gegen dreizehn Uhr kommt Alexia um sie abzulösen und murmelt genervt vor sich hin. «Was ist denn?» – «Ich hab‘ die ganze restliche Woche letzte Kasse.» – «Das magst du nicht so, oder?» – «Nicht mögen? Ich hasse es. Das hassen wir doch alle.» – «Ich nicht, ich finde das toll. Soll ich es für dich übernehmen?»

Und so kommt es, dass Ali Mittwoch, Donnerstag und Freitag die letzte Kasse machen kann. Am Mittwoch kommt eine Frau um vierzig und kauft sich ein Brot. Donnerstag ein Mann mit einem Bier. Am Freitag scheint niemand noch schnell was holen kommen zu wollen. Enttäuscht packt Ali zusammen und begibt sich zum Eingang um abzuschliessen. Sie beginnt den Rollo vor dem Laden herunterzulassen als plötzlich ein Mann mit nacktem Oberkörper vor ihr steht. In seiner rechten Hand hält er ein weisses Shirt, das eindeutig einen roten Weinfleck besitzt. «Bitte, ich brauche unbedingt ein neues T-Shirt… Ich geh‘ gleich noch aus.» – «Oh, natürlich, das ist kein Problem. Ich warte dann an der Kasse.» Ali lächelt zufrieden in sich hinein und begibt sich zur Kasse.

«Habt ihr bemerkt, was mit Ali los ist?» Es ist Petra die es am Samstag, Alis freiem Tag, als erste anspricht. Die anderen stimmen ihr zu. Ali schien plötzlich zufriedener und irgendwie glücklich. «Die war doch sonst immer so ein Trauerklos.» – «Ja, unser fetter, irischer Trauerklos.» Sie alle mögen Ali nicht. Sie war anders, seltsam und schien was böses an sich zu haben. Auf der anderen Seite jedoch, konnte man sie absolut grandios ausnutzen. So nahmen sie sie mit an Parties und liessen sich von ihr zurückfahren oder benutzten sie um im Laden die Arbeiten zu machen, die sie selber nicht mochten.

Am Mittag erhalten alle drei eine SMS von Ali. «Abendessen bei Ali, Heute, 18 Uhr.» Sie sagen natürlich zu, nicht, weil Ali wirklich gut kochen konnte, sie aber mitten in der Stadt und somit am perfekten Ausgangspunkt für Parties wohnt. Überraschenderweise jedoch, sind alle hin und weg von Alis essen. Bäggli mit Chnöpfli nennt sie ihr Gericht und die Mädels lieben es. Es wird noch oft das Gesprächsthema sein an diesem Abend.

Der nächste Montag morgen kommt und Alexia betritt das Geschäft mit der gratis Tageszeitung in der Hand. «Habt ihr das gehört?», ruft sie laut in den Raum. Sie drehen sich nach ihr um, auch Ali, obwohl sie schon weiss, was dort steht. Alexia legt die Zeitung auf den Tisch und blättert zum Artikel. Bündner seit einigen Tagen vermisst. Neben dem Text ist ein Bild und auch Seraina erkennt sofort, um wen es sich handelt. «Das ist doch der, den wir zu dir geschickt haben, Ali.» Ali nickt mit ihrer schüchternen Art und dreht sich auffällig von ihnen weg. «Der hat sich wohl umgebracht», beginnt Alexia lachend, «nachdem er dich gesehen hat.»

Der Montag ist wieder einer der Tage, an welchen Ali am Abend die letzte Kasse machen darf. Seraina sieht wie um 18:35 die letzte Kundin den Laden betritt. Sie auf den Bus und bemerkt, dass Ali den Laden schliesst, ohne dass diese Frau von vorhin den Laden wieder verlassen hat. Im Gedanken, Ali hätte sie nicht gesehen, rennt Seraina in den Laden zurück und will Ali darauf hinweisen. Sie rennt zur Kasse und sieht, wie sich in der Wand eine Tür öffnet. Seraina ruft nach Ali, als sie sieht, wie sie durch die offene Tür gehen will.

«Ich muss dir was zeigen!» Ali hat Seraina, so zur Kasse gelockt und sie auf der Falltür positioniert. «Bleib ganz ruhig stehen, das ist so cool und echt lustig.»

Seraina steht vor der Kasse und beobachtet Ali. Sie fragt sich, was sie ihr wohl zeigen will. Kaum hat sie den Gedanken zu ende gedacht, spürt sie, wie der Boden unter ihr sich bewegt. Sie verliert das Gleichgewicht und beginnt zu rutschen. Wird immer schneller und bemerkt kaum, dass sie sich in einem sich winden Tunnel befindet. Sie rast weiter durch die alten Rohre, ihre Kleider und darunter ihre Haut zerreissen an rostigen Nägeln und Schrauben.

Auf einmal verlässt sie rutschend die Rohre. Erst in diesem Moment merkt sie, dass sie bisher noch keinen Ton von sich gegeben hat. Obwohl sich die letzten Augenblicke wie stunden angefühlt haben, beginnt sie erst jetzt wahrzunehmen, was überhaupt geschieht. Sie beginnt zu schreien und sieht so nicht die auf sie zukommende Gefahr. Das letzte Teil der Fleischrutsche ist aus den Angeln geraten und steht quer gegen die restlichen Glieder. Als sie es erreicht wird ihr linkes Beim dort heruntergezogen und durch die Kraft der Rutschbewegung entzwei gerissen. Ein neuer, unglaublicher Schmerz durchzuckt sie. Schreiend rollt sie langsam den letzten Meter über die Rutsche und fällt.

Sie landet weicher als sie gedacht hat und versucht, noch immer schockiert, sich umzusehen. Sie bemerkt, dass sie sich in einem Kellergewölbe unterhalb des Ladens befinden muss und auch, dass dies wohl mal eine Metzgerei gewesen war. Erst nach einigen Momenten erkennt sie voller entsetzen, dass sie auf der Kundin von vorhin gelandet ist. Sie scheint tot zu sein.

Ali hört schon auf dem Weg nach unten die Schreie von Seraina und freut sich auf das, was gleich kommen wird. Sie betritt die Metzgerhalle und geht zu ihren Opfern. Seraina schreit noch immer. «Warum schreist du? Das ist doch lustig.» Seraina schreit ungehindert weiter und Ali versucht, sich nicht darum zu kümmern. Sie zieht am Arm der Frau unter Seraina und versucht so, sie hervor zu holen, schafft es aber nicht.

«Halt die Fresse!» Ali kann Serainas Geschrei nicht länger ignorieren und schon gar nicht ertragen. Sie geht zu ihrem Tisch und sucht nach etwas ungebrauchtem.

Seraina schreit und weint, hofft, gehört zu werden. Ali war kurz weg, ist nun aber wieder zurück. Sie fleht sie an, ihr zu helfen, sie gehen zu lassen. Ali jedoch geht nicht auf sie ein.  Sie hält etwas in der Hand, es sieht aus wie ein Stück Fleisch und ehe sich Seraine ganz klar darüber werden kann, hat Ali es ihr schon in den Mund gesteckt. Ihr stockt kurz der Atem und sie kämpft damit sich nicht zu übergeben. Ali ihrerseits beginnt zu lachen. «Was ist denn? Warum lachst du nicht?» Seraina schreit durch das Fleisch hindurch, doch der laut scheint im Gewebe zu verstummen.

Ali reist Seraina heraus und auf den nahen Metzgertisch. Sie lacht hysterisch und holt aus dem Schrank eine riesige Fleischsäge. Sie kehrt zu Seraina zurück und setzt an ihrem rechten Arm an. «Du lachst ja noch immer nicht.» Ali hört auf zu lachen und wird ernst als sie beginnt, die Säge langsam hin und er zu bewegen. «Du hast meine Witze ja noch nie verstanden, du blöde Schlampe!» Die Wucht von Schmerzen nehmen überhand und Seraina verliert das Bewusstsein.

Ali verlässt etwas später den Laden und geht nach Hause. Sie bemerkt nicht, dass vor dem Laden noch der Hund der Kundin auf sein Frauchen wartet. Dieser Hund wird es sein, der die Polizei darauf bringt, den Laden zu verdächtigen. Sie werden die Metzgerei finden. Werden Knochen aber kein Fleisch finden. Und sie werden auch mit Leichtigkeit herausfinden, wer für all dies die Verantwortung trägt.

Ali aber kümmert dies nicht, denn sie wird am nächsten Tag das Land verlassen, wird nach Hause zur Beerdigung von Butch fliegen und seine Metzgerei übernehmen. Wenig später wird sie dann durch die Medien erfahren, dass man nach ihr sucht. Kannib‘Ali werden sie sie nennen. Das Fahndungsbild jedoch, so wird sie bemerken, sieht ihr in keiner Weise ähnlich und so kann sie sich ohne Angst daran machen, ihren Traum zu leben. So much for Kharma.

Epilog

Drei Monate später, der Laden nimmt seinen Betrieb wieder auf und Alexia sitzt an der Kasse. Eine der Stammkunden legt als letzte ihre Ware auf das Laufband. Sie kommen in‘s Gespräch und auf einmal fragt die Kundin Alexia ganz verwundert: «Warum haben sie eigentlich diese neue Marke nicht mehr?» Alexia versteht nicht ganz, was die Alte meint und fragt nach. «Wissen sie, diese neue Fleischmarke. Die hatten die beste Leber und Rippchen, sie glauben nicht, wie gross die waren.» Alexia fragt nach dem Namen der Marke. Die Frau kramt in der Tasche und zeigt Alexia das Label mit der dicken Aufschrift: Butch‘s Duine Feoil. «Wahrscheinlich irgend was ausländisches», meint Alexia nachdenklich, nimmt den Zettel an sich und wirft ihn wenig später in den Müll.

Ende

Nun, das wars :D Ausser danke für’s Lesen und über jegliche Kritik und mag sie noch so schlecht sein, freue ich mich bleibt wohl nichts mehr zu sagen. In diesem Sinne:

Danke für’s Lesen und ich freue mich über jegliche Kritik, mag sie auch noch so schlecht für mich ausfallen.

cheerio, Pfoff

Kurzgeschichte: Diese Strasse, dieses Haus

Mittwoch, 14. Juli 2010

Hallo meine liebsten Leser. Es ist mal wieder so weit: Eine Geschichte drang sich mir auf, die schnell und kurz erzählt werden wollte. Sie ist weder Auto- noch sonstwie Biographisch. Mehr zum Hintergrund danach.

Diese Strasse, dieses Haus
Als ich zum ersten Mal merkte, dass etwas absolut und ganz und gar nicht stimmen konnte, war es schon zu spät. Ich war schon zu tief in deren Fängen. Aber das war ich ja, laut Ihnen, sowieso schon seit jeher.

Wahrscheinlich begann es an dem Punkt, als meine Frau mich verließ. Ich soll zwar nicht schreiben, dass sie mich verlassen habe, aber das ist mir egal. Ich weiß auch nicht, ob es wirklich damals erst angefangen hat, aber ich halte es für erwähnenswert.

Wir waren ein wunderbares Paar. Verbunden auf eine Art, die ich jetzt noch kaum fassen kann. Und dann verlässt sie mich – von einem Tag auf den Anderen.

Wo wir gerade von Anderen sprechen – Ich traf damals ihre Mutter. Ich mochte sie, wusste ich doch damals nicht, dass sie eine von ihnen ist.

Es ging mir gut, immer besser mit der Zeit. Schlussendlich gar sehr gut. Ich musste sie überwunden haben. Es bot sich ein neuer, besserer Job an und ich nahm ihn fröhlich an.

Da sah ich es zum ersten Mal: Dieses Haus.

Ich kümmerte mich nicht darum, obwohl es doch eindeutig eine ganz spezielle Faszination in mir weckte. Die Arbeit war toll. Anfangs hatte ich das Gefühl, das Haus wäre weit von meinem Arbeitsplatz entfernt. Doch es schien Monat für Monat, Woche um Woche, immer näher zu kommen. Auch der Weg zur Arbeit und zurück fühlte sich immer kürzer. Meine Uhr jedoch, bewies natürlich jeden Tag, dass mein Gefühl falsch war.

Eines Morgens aber, konnte ich schon aus der Wohnung das Dach des Hauses ausmachen. Ich wusste, das konnte nicht sein. Es war gerade der letzte Arbeitstag der Woche und ich entschied mich, etwas mehr über dieses Haus herauszufinden.

Anscheinend wurde es im Namen eines städtischen Heiligen erbaut. Lange Zeit, so schien es, wurde es auch zu religiösen Zwecken gebraucht. Später war es ein höher gestelltes Wohnhaus und zuletzt, ja, zuletzt war es ein Haus für geistig behinderte Menschen. Ein Irrenhaus. Und jetzt, ja was war es jetzt? Ich konnte es nicht herausfinden.

Am Samstag zeigte es meinem Fenster schon seine Eingangstür und ich entschied, es genauer zu untersuchen.

Ich klingelte, niemand antwortete. Ich klopfte, niemand antwortete, aber die knorrige, alte Tür schwang leicht knarrend nach innen auf. Ich betrat den staubigen Gang und durchquerte ihn langsam. Der Boden unter mir knarrte und knackte bei jedem Schritt. Ich fühlte mich aufgehoben, absolut sicher. Selbst als ich ihn sah, diesen Schatten, fühlte ich mich noch immer absolut und vollkommen wohl.
Dann trat er in’s Licht.

Ich schrak zurück. Sah Ich doch auf einmal diese Uniform, dieses fremdartige Gesicht und diese bösen Augen. Ich rannte durch den Gang, zurück auf die Strasse und schaute mich um. In meiner plötzlichen Furcht hatte ich gar das Gefühl, mein Haus wäre schon wieder etwas näher gekommen.

Ein Irrenhaus fraß unsere Nachbarschaft. Eines war mir nun klar: Ich musste umziehen.

Gesagt, getan. Zwei Monate später wohnte ich eineinhalb Stunden davon entfernt. Nach meinem treffen der dritten Art entschieden sie sich zwar offenbar, sich wieder von mir zu entfernen. Trotzdem wollte, nein, musste ich weg von da. Mein Job blieb gut. Auf einmal wurde ich nicht mehr gebraucht. Der Job, das Einkommen – auch sie verließen mich, wie meine Frau es tat.

Mein täglicher Weg veränderte sich. In eine andere Richtung, ein anderes Dorf. Ein anderes Leben. Die unheimliche Begegnung, das böse Haus. Sie begannen langsam zu verbleichen, wurden zu scheinbaren Träumen aus einer anderen Zeit – gar einer anderen Welt.

Und dann traf ich sie wieder, ihre Mutter. Sie sagte, sie müsse mir etwas zeigen. Ich folgte ihr natürlich. Etwas war seltsam, diese Strasse, sie kam mir unheimlich bekannt vor. Ich konnte sie aber nicht zuordnen.

Unser weg endete vor einem hohen Haus. Sie drang mich, es zu betreten, was ich auch tat. Eine Glastür öffnete sich vor mir und ich trat ein. So automatisch, wie sie sich aufgeschoben hatte, schob sie sich auch hinter mir wieder zu. Es war ein modernes Gebäude. Ein langer, heller Gang erstreckte sich vor mir und ich begann, ihn entlangzulaufen. Ich bemerkte nicht, wie mit jedem Schritt das Geräusch unter meinen Füssen sich veränderte. Erkannte nicht, dass der Gang mit jedem blinzeln etwas dunkler wurde.

Am Ende des Korridors war eine Tür. Ich berührte die Falle und fühlte mich plötzlich an jenes Haus erinnert. Ich drehte mich in einem unerwartet heftigen Ruck um und sah, dass es wirklich genau jener Gang war, in welchem ich schon vor wenigen Monaten mit dem Unfassbaren kämpfte.

Ich rannte erneut raus. Draußen standen sie und der andere. Beide mit abnorm verzogenen, unglaublichen Gesichtern. Sie Sprachen in ihrer bizarren Fremdsprache und ich wusste, ohne etwas zu verstehen, dass sie über mich Sprachen.

Ich rannte weg, in meine Wohnung. Versuchte, mir einen Plan zu überlegen. Ich musste weg, so schnell wie möglich. Ich buchte ein Ticket für Ferien. Weit weg, ganz weit weg. Und schliesslich legte ich mich schlafen.

Mit dem Ticket sicher in der Tasche saß ich am nächsten morgen in der Garage und wartete auf das sich öffnende Tor. Ich staunte nicht schlecht, als ich den obszönen Akt der Ausserirdischen sah. Direkt vor meiner Einfahrt war dieses Haus entstanden. Alles passte, sogar die Strasse war da. Die Strasse schien so wichtig, und das obwohl sie absolut keine speziellen Merkmale oder Eigenschaften vorzuweisen hatte.

Ich fuhr los, zum Flughafen. Ich fuhr, es schien viel zu lange zu dauern. Mit einem Mal wurde mir erschrocken klar: Es war wieder diese Strasse. In einem scheinbar unendlichen Zyklus wiederholte sie sich. Die Umgebung veränderte sich immer, schien niemals gleich. Aber die Strasse, ja, sie war immer dieselbe.

Auf einmal erschien zwischen den zufällig scheinenden Häusern dieses eine. Ich raste vorbei, weiter in Richtung der totalen Geraden dieser Strasse. Wusste, es gab nur Flucht. Aber tief in mir befürchtete Ich, dass es keinen Ausweg geben würde.
Und ich hatte Recht. Eine plötzliche, scharfe Rechtskurve und ich kam von der Strasse ab. Raste über eine enorme Wiese, einen leichten Hügel hoch und ungebremst darüber hinweg. Ich fand mich, noch immer rasend, inmitten einer unglaublich großen Kuhle wieder. In der Mitte sah ich das Haus und die Strasse. Den Anfang und das Ende der Strasse konnte ich nicht ausmachen, da beide neben dem Haus schnell in der Wiese verwucherten.

Mit einem lauten Knall raste ich in die Wand. Unzählige, nicht näher definierbare Teile zischten an mir vorbei. Es riss mich aus meinem Wagen, durch Wände, Türen und anderes.

Plötzlich kam ich zum Halt, es war dunkel und mein Name wurde gesagt. Ich drehte mich und lag sogleich auf einem Bett in einem hellen, sterilen Zimmer. Der Alien war da, starrte mich verzerrt an und bemühte sich in meiner Sprache.

Er forderte mich auf, alles aufzuschreiben, was passiert war.
Jeden Tag kommt er nun und fordert die Geschichte von mir. Er sagt, er käme, bis ich es verstanden habe. Die Geschichte ändert sich niemals und trotzdem denke ich, ich verstehe es jetzt.

- Ende -

Die Inspiration zu dieser Geschichte kam von zwei Seiten. Die Idee hatte ich zum ersten Ma, äks ich merkte, dass ein Haus, welches ich jeden Tag Kreuze, ein eben solches Irrenhaus ist. «Was wenn ich eigentlich Insasse bin und das Gebäude wär die einzige Sache, die mich daran erinnern soll?» Die Idee dieser Frage reichte aber noch nicht aus. Da kommt Petra in’s Spiel. Sie, ihr Job und unsere Kommunikation haben mich immer wieder daran erinnert (und das ist absolut als Kompliment gemeint). Und Gestern im Zug war es dann so weit: Es schrieb. ;)

Was haltet Ihr davon? Und wer kennt die Lösung zu diesem nicht sehr schweren Rätsel? (hahaha und ja, mich erinnert diese Geschichte auch an eine Buffy-Episode)

Cheerio the pfriter

Hast Du jemals ein Buchcover designed?

Montag, 5. April 2010

Natürlich habe ich das :D Schon ganze, erwachsen-professionelle ein Mal! Ist das nicht toll? Und jetzt, zur Feier meiner neuen Geschichte «Hast Du Dich jemals gefragt..?» habe ich dies sogar ein zweites Mal getan! Ja, Ihr treuen Leser kennt natürlich alle schon das Artwork von vor zwei Posts, aber hier, in diesem Post, soll es nun endlich soweit sein (Ja ich weiss, ihr habt alle nicht darauf gewartet ;) ) und das fertige Cover in schönem 3D als Teaserwallpaper wird veröffentlicht.

Was ist denn das eigentlich, so ein Teaserwallpaper mit 3D-Dingens!!?? Ganz einfach: Es ist eine computergenerierte, «so wird’s etwa aussehen»-Ansicht des Buches, sowie einigen Infos und schönen, übertriebenen rundherum-Effekten mit einer so prallen Auflösung, dass man es gar als Bildschirmhintergrund benutzen kann. Ist das nicht geil? :)

Hier noch was für meine Lieblings-Grafik-Kritikerin, die Olle: Das 3D ist abgesegnet und proportional richtig :P Aber es gibt andere Fehler für Dich zu entdecken hihi…

Auch von allen anderen freue ich mich natürlich gerne über jegliche Kritik. Und wer bei der Beta-Lesephase dabei sein will, soll mir doch kommentieren, oder mailen.

Hier nun also, das offizielle Cover.

cheers pf

«Hast Du Dich jemals gefragt..?» – Artwork!

Samstag, 13. März 2010

Etwas mehr als ein Jahr ist es nun her, seit der erste (fast) endgültige Entwurf des Covers für den Mertsch abgeschlossen wurde. Ich hatte dies damals natürlich auch gepostet. Jetzt, wie gesagt, 368 Tage später, komme ich schon mit dem nächsten Artwork daher. Dieses ist für mein upcoming Werk mit dem Namen «Hast Du Dich jemals gefragt..?» – Ob dieses es auch jemals irgendwohin schafft, dass einer Buchveröffentlichung nahe kommt, wird sich zeigen… Aber: Die Hoffnung stirbt zuletzt… diesmal vielleicht sogar ohne Pseudoeigenverlag… wer weiss :)

Aber, lasst uns jetzt nicht davon reden, sondern einfach die momentanen Fakten anschauen! Es gibt ein Artwork, ich habe es jetzt hier gleich in zweifacher Ausführung hochgestellt. Einmal als das reine Themenbild und einmal mit dem Buchtitel als eine Art Promotion. Aber seht selbst!

Und, wie gefällt es such?

Zum besseren Verständnis noch etwas kurzes zur Geschichte: Ein kleiner Junge mit dem Namen Tom fährt im Zug mit seiner Mutter, bis er auf einmal vollkommen allein im Zug aufwacht. Es stellt sich heraus, dass er scheinbar auf der ganzen Welt vollkommen allein ist. Warum dies so ist und wie lange er alleine bleiben würde, weiss er nicht. Nach einer viel zu langen Zeit jedoch, scheint sich alles langsam aufzuklären als er mit einem Mal einer anderen Person gegenüber sitzt.

Ein Bahnhof, Zugfahrten und seltsame, helle Blitze, die über den Himmel rauschen sind während dieser Geschichte die wichtigsten Zeugen.

Ich hoffe, es gefällt euch so gut, wie es mir gefällt.

cheers pfoffie

Happy Birthday, Lu Ming (Der Mertsch)

Freitag, 12. Februar 2010

Heute ist der offizielle und echte Geburtstag von Lu Ming, der Chinesin aus meinem Buch Der Mertsch. Es wird – AFAIR (haha) – nie im Buch erwähnt, aber ihr Geburtstag ist der 12. Februar 1990. Somit würde sie Heute 20 Jahre alt, täte sie wirklich existieren. Gehen wir weiter davon aus, dass sie existiert, ist sie in diesem Moment in Frankreich und geht unbekümmert ihrem Studium nach. Sie weiss, wie auch alle anderen, noch nicht, was dieses Jahr noch schreckliches passieren wird.

Wie und warum ist Lu entstanden?
Es ist eine ganz witzige Geschichte, wie ich dazu kam, einen asiatischen Charakter in die Geschichte einzubauen. Ich war schon weit in meinem Konzept fortgeschritten, als ich mich mit einem Kumpel über die besagte Geschichte unterhielt. Seine Reaktion war: “2023, Washington? Das ergibt keinen Sinn, bis dann wird China die Weltmacht und Washington als Angriffsziel vollkommen unbedeutend sein!” Ein guter Einwand, so fand ich. Ich wusste aber gleichzeitig, dass ich de Schauplatz nun nicht mehr verschieben weder wollte noch konnte. Es war also an der Zeit, sich etwas diesbezüglich zu überlegen. Was ich, wer das Buch gelesen hat, weiss wovon ich sprechen, dann auch getan habe.

Ein Problem blieb: Wie und warum sollte ich diese chinabezogene Geschichte in den Mertsch einbauen? War sie nicht vollkommen unwichtig in der schlussendlichen Szenerie des Mertsch? Ja, das war sie und zwar absolut. Ich wollte mich ja beim Mertsch niemals darin verlieren, eigentlich unwichtige Nebenstories zu kreieren, nur um etwas eigentlich unbedeutendes zu erzählen. Deshalb kam die Idee mit dem chinesischen Charakter, eine Frau, das war mir klar. War mir jedoch weniger klar war, war der Name. In der ersten Zeit habe ich sie scherzeshalber und entgegen einer besseren Idee “Bo Ling” genannt. Lu Ming entstand später, aber auch vollkommen zufällig.

Was am ganzen jedoch noch viel zufälliger ist, ist die Rolle die Lu, wie auch der China-Incident, im Verlauf der Geschichte einnahmen. Ich war damals genau so überrascht wie viele der Leser, als ich das geschrieben habe. Manchmal, beziehungsweise (in meinem Falle) meistens, weiss die Geschichte wohl besser als der Autor, was gut für sie ist.

Ich hoffe diese Exkursion in die Welt von Lu und dem Mertsch hat euch gefallen und euch, wenn Ihr das Buch noch nicht besitzt, neugierig darauf gemacht.

Cheers Pfoffie

Der Mertsch – Projekt abgeschlossen!

Montag, 7. Dezember 2009

Hallo liebe Enjor-Leser!
Endlich ist es soweit. Ich habe die letzten Hebel auf meiner Seite gestellt und mein erstes Buch, der Mertsch, zur Produktion und Veröffentlichung freigegeben. Dies, sowie das Verlegen des Buches übernimmt das Verlags- und Druckunternehmen BoD – Books on Demand. BoD verwendet das Digitaldrucksystem um Bücher ab Auflage 1 schnell und kostengünstig zu produzieren. Gleichzeitig arbeitet BoD auch als Verlag, der so ziemlich alles verlegt, was ein Mensch schreiben kann. Man mag jetzt sagen, dass es im Web bereits vor BoD schon solche Eigenverlag-Abarten gab – Dabei muss man aber auch sagen, dass diese mit Verlags- und Produktionspreisen ab 300€ handelten und man danach noch mindestens 100 Bücher seines eigenen Werkes bestellen musste. BoD ist da anders: Für knapp 40€ werden die Bücher gemastert (gut, das macht eh ein Computer), gedruckt und verlegt. Sie preisen an, dass das Buch im deutschen Buchhandel, sowie in über 1000 Onlineshops erhältlich sein wird. Das klingt doch toll, oder nicht? Ich bin auf jeden Fall zuversichtlich und gespannt, wie das nun nach (aus meiner Sicht) erfolgreichem Vertragsabschluss weitergeht.

Und somit muss jetzt natürlich auch die Werbephase beginnen! oder? :)

Ich erinnere mich: Vor etwa drei Jahren hatte meine Mutter eine Spam-Mail gekriegt, in welcher Gratis-Visitenkarten angeboten wurden. Alles was man dafür tun musste, war, die Kreditkarteninformationen anzugeben. Sie tat es nicht, da sie keine solche Karte hatte. Bei diesem Spam handelte es sich um Werbung der Firma Vistaprint. Wir waren nicht die einzigen, die solchen Spam erhielten und Vistaprint hatte dadurch ein ziemlich schlechtes Image.

Jetzt, wie gesagt, etwa drei Jahre später, scheint sich Vistaprint zu einer vertrauenswürdigen Firma gemausert zu haben.  Zumindest höre ich aus meinem Umfeld seit einiger Zeit, dass alles über deren Services gemacht werde. Deshalb habe ich mich nun dazu entschieden, die Postkarten-Flyer, welche ich für den Mertsch-Release designt habe, über Vistaprint zu bestellen. Die Sendung ist laut Vistaprint heute verschickt worden und wir werden also bald sehen, wie gut die sind. :)

Mertsch Flyer

Der Mertsch Flyer

Wie man unschwer erkennen kann, habe ich auch bereits eine ISBN-Nummer für das Buch. Diese wird folgendermassen lauten: 978-3-8391-4327-8. Als Releasetermin wird auf dem Flyer der zweite Januar 2010 zu lesen sein. Der schlaue Leser weiss nun, dass dies mit meinem Geburtstag koinzidiert. Natürlich ist das kein Zufall. An diesem Tag wird die offizielle Veröffentlichungs- und Geburtstagsparty stattfinden. Das Buch jedoch wird hoffentlich etwas früher aber womöglich auch erst etwas später wirklich kaufbar sein.

So viel dazu. Vielen Dank für’s Interesse!

Euer Pfoffie

Der Mertsch – Die offiziellen Rezensionen!

Montag, 26. Oktober 2009

Endlich ist es soweit! Der Mertsch wurde von den eigens dafür erkorenen Kritikern gelesen und dann scharf und ehrlich bewertet. Dabei sind folgende drei Kritiktexte entstanden, die schönerweise ihren Weg auf die Buchrückseite des Mertschs finden werden!

Dieser Buch-Erstling überzeugt mit zwei Zukunftsvisionen, die so spannend und fast zu realistisch sind, dass ihre Augen Ohren machen werden! 
- Virginia Reis

Ein wunderbares Werk eine genialen Autors. Mit dem Mertsch übertrifft René Jossen seine bisherigen Bücher. Unbedingt lesen! 
- Tichi Peters

Chapeau! Der Mertsch hält was er verspricht! 
- Pascal Deville

Ist das nicht wunderbar?! Ich danke den drei Kritikern aus dem tiefsten innersten und ja, mir ist durchaus bewusst, dass sich gewisse Aussagen (Buch-Erstling, bisherige Bücher) widersprechen. Dies ist, soweit ich weiss, gewollt ;)

Hier noch die wahrscheinlich offizielle Buchrückseite als JPEG-Bild.

Mertsch - Buchrückseite

Mertsch - Buchrückseite

Ich hoffe euch gefällt das Buchcover vom Mertsch genauso wie mir.

Nun drängt sich noch eine Frage auf: Wie geht’s weiter mit dem Mertsch?

Die Antwort ist ganz einfach:

  • Zuerst werde ich noch ein weiteres Textexemplar (Dieses Mal ein Paperback) bestellen
  • Dann, wenn alles in Ordnung ist, werden einige fertige Exemplare gedruckt und, wenn alles Gut kommt
  • wird es nächstes Jahr einen offiziellen Release geben…

Das war’s vorerst :) Bis bald und danke für’s Lesen – pf

Die offizielle Mertsch-Website ist online

Dienstag, 6. Oktober 2009

Endlich ist sie da, die langerwartete, offizielle Website zu meinem – hoffentlich – bald erscheinenden Buch Der Mertsch. Wer das Geschehen um den Mertsch auf enjor etwas verfolgt hat, weiss, dass es langsam aber sicher damit in die heisse Phase geht. Der Text ist geschrieben, wird im Moment korrigiert und ich habe schon zwei Testdrucke davon erstellt.

Wie mein weiterer Wunsch-Schedule aussieht behalte ich vorerst für mich. Eines soll aber gesagt sein: Ich will das Buch unbedingt im nächsten Jahr verkaufen können.

Die Website

Die offizielle Website zum Buch erreicht man einfach und schnell über http://mertsch.enjor.ch. Das Design dazu lehnt sich zu einem Grossteil an das offizielle Cover des Mertschs an. Die Seite selbst ist mit statischem HTML und PHP umgesetzt. Letzteres wird für das Kontaktformular und einige Features verwendet. Die Seite ist technologisch auf dem neusten Stand und unterstützt alle neuen Versionen der gängigen Browser (Opera, Safari, Firefox, Internet Explorer). Auch die noch immer gängigen aber bereits veralteten Versionen 6 und 7 des Internet Explorers werden unterstützt und man kann die Website auch mit ihnen vollumfänglich benutzen. Zusätzlich zu dieser Kompatibilität erkennt die Seite automatisch, wenn sie mit dem gängigsten Handheld-Internet-Gerät (dem iPhone) angesurft wird und stellt eine optimierte iPhone-Version dar. Schlussendlich hat jede Seite auch noch ein eigenes Drucklayout das automatisch gewählt wird, sollte die Seite gedruckt werden.

Soweit auch noch die Technischen Features. Ich hoffe der eine oder andere wird sich auf mertsch.enjor.ch wiederfinden und gefallen an der Seite finden.

Ich danke euch – pf

Hast du dich jemals gefragt… – Rohfassung vollendet

Freitag, 18. September 2009

Gerade in diesem Moment habe ich die Rohfassung meiner neuen Geschichte mit dem Titel Hast du dich jemals gefragt… abgeschlossen. Der Titel ist mit einer Chance von 20% nur ein Arbeitstitel.

Es ist die Geschichte eines kleinen Jungen, der im Zug von Zürich nach Luzern fast vergewaltigt wird. Auf der Flucht vor seinem Vergewaltiger rutscht er offenbar aus versehen in eine Art andere Dimension. Es ist noch immer dieselbe Welt, aber er ist vollkommen allein. Mit der Zeit bemerkt er jedoch, dass er gar nicht so alleine ist. Er bemerkt, dass Dinge passieren und sich verändern mit welchen er gar nichts zu tun hatte. Was ist der Grund für seine Situation und kann er jemals aus ihr entkommen?

Der Umfang der Rohfassung kann sich in den folgenden, wunderschönen Statistik-Zahlen ausdrücken:

  • 155’551 Zeichen
  • 25’500 Worte
  • 40 A4 Seiten

Die so surreal schön erscheinen Zahlen sind vollkommener Zufall und ich war selber ziemlich überrascht, was für ein stimmiges Zahlenmuster sich da abgezeichnet hat. Ich fasse dies als gutes Omen auf.

Wie geht es nun weiter?
Ja, das könnte man sich zum Beispiel Fragen. Meine folgenden Schritte werden die folgenden Sein:

  1. Den ganzen Text vom automatischen Korrekturprogramm auf dem Mac Gegenlesen lassen
  2. Dasselbe in Grün mit der Korrektur von MS Word
  3. Möglicherweise noch ein drittes, wenn sich das anbietet (Man sieht, mich muss man korrigieren – und zwar ziemlich stark)
  4. Ich lese die Geschichte selber nochmal, erweitere, korrigiere und lösche Textstellen. Dies betrifft mehr die Logik der Geschichte und die Wortwahl als orthographische Korrekturen.
  5. Die zwei oder drei ersten Bekannten dürfen die Geschichte lesen und kommentieren.
  6. Ich plane noch eine kurze Beta-Phase (ja, wie bei einem Game), bei welcher fünf Personen das fertige Buch lesen und kommentieren können.
  7. Als siebten und letzten Punkt plane ich natürlich, das Buch zu veröffentlichen. Dies hängt aber natürlich auch mit der möglichen Veröffentlichung vom Mertsch ab.

So, das war’s, danke für’s Lesen und ich hoffe, dass ich den einen oder anderen mit meinen wenigen Informationen Neugierig auf die Geschichte gemacht habe.

Schreiberische Mittagsgrüsse – Pfoffie

Der Mertsch: Vorabversion und Ende des Wettbewerbs

Donnerstag, 30. Juli 2009

Hallo Zusammen,
Als erstes will ich mich für das Wettbewerbsdurcheinander entschuldigen. Das hat zwar wahrscheinlich keiner mitgekriegt – aber es ist nicht ganz so gelaufen, wie ich das gedacht hatte. Bzw.: Mir hat das Konzept gefehlt (wie auch beim Mertsch offenbar das Konzept fehlt hihi – dazu später).
Da das Ganze sehr schwer zu zählen ist – und der Wettbewerb gar keinen sinn machte – wird das Buch jetzt unter allen Mitmachenden verlost. Und achtung, das sind total viele Personen.
In der engeren Auswahl:
- Daniel K.
- Urs H.
- Miri V.
- Lene A.
- Markus W.

Das Los wird schlussendlich entscheiden, wer den Urmertsch erhält.

Nun zum Mertsch!
Hier die :) ‘s und die :( ‘s vom Mertschvorabdruck:
:) Der Coverdruck ist genial
:) Der Druck des Inhalts ist high-quality (Nur eine Seite scheint einen fehldruck zu haben – und das kommt in den besten Familien vor)
:( Etwa Sechzig Seiten haben auf der linken Seite keine Seitenzahlen (Ging wohl bei der PDF-Erstellung verloren)
:( Das ganze Layout ist viel zu nah am Rand
:( Gewisse Seitenzahlen sind in der falschen Schriftart
und
:( der Footer (Mit den Seitenzahlen) ist zu weit oben

Also alles in allem eigentlich sehr durchzogen. Aber: Es ist ja nur die Vorversion. Somit bin ich mehr als nur froh, dass ich diese Fehler jetzt und nicht erst in der Endversion gesehen und gemacht habe – phuuuwww. Das heisst: Schade, dass es ein bisschen in’s Gaggi ging, aber trotzdem super, dass ich jetzt weiss, wie die Qualität vom BOD-Druck ist und ich auch weiss, welche Fehler ich nicht mehr machen sollte!
Hier noch ein paar Bilder des fertigen Buchs. Man sieht auf dem zweiten auch eindeutig die Probleme.

Ich hoffe, der Gewinner der Vorabversion – des Urmertsch – hat auch freude am kaputten Layout. Alle die einen Kommentar gepostet haben erhalten aber in jedem Fall eine fertige Version, wenn sie denn jemals erscheinen sollte.

Greeez Pf