Magie und der Beobachter
Vor einiger Zeit geschah mal wieder das folgende: Ich will, das etwas funktioniert, aber es tut’s nicht. Was mache ich also, ich bestell’ mir die Lösung beim Universum oder versuche sie mir anders-magisch irgendwoher einzusaugen. Natürlich, und das wissen wir ja alle, funktioniert das einwandfrei. Das eigentliche Problem entsteht aber anderswo, oder besser: anders-wann!
Es vergehen Wochen, vielleicht sogar Monate – alles funktioniert toll und alle beteiligten lachen (so mit “haha” und “juhu”) – aber dann, plötzlich und ohne Voranmeldung, macht’s irgendwo klick und die Magie vergeht. Das mit magischer Hilfe erstellte Produkt stürzt in sich zusammen und hört auf zu funktionieren. Was macht man? Man schaut sich die Einzelteile an und analysiert, warum es nicht mehr funktioniert. Die Lösung: Es hätte mit diesen Teilen gar nie funktionieren können.
Egal wie man es biegt oder wendet, es gibt dafür nur zwei Erklärungsmöglichkeiten:
- Ein böser Kollege kam, hat die Teile ausgetauscht und schiebt die Schuld auf den anderen
- Die Magie lässt nach und die fehlerhaften Teile verlieren den Halt
Während wohl die meisten meiner Bekannten auf Punkt eins plädieren würden, muss ich dagegen sprechen. Bei meinem früheren Job kam es unter dem psycho-dauer-Druck ab und an vor, dass etwas durch eben solche Methoden (damit meine ich magisches Lösen von Problemen und nicht das Zerstören von Produkten von Kollegen) gelöst wurde. Ich wäre wohl selber selten auf die Idee gekommen, wurde aber ziemlich oft von einer Kollegin dazu angestiftet. Wie auch immer, ich bezweifle, dass an meiner früheren Arbeitsstelle böse Menschen waren, die mir so eins ‘reindrücken wollten. Und es kam doch schon ein paar Mal vor, dass plötzlich etwas nicht mehr funktionierte und es beim genaueren hinschauen gar nie hätte funktionieren können.
Witzigerweise ist es dann aber immer so, dass man das Problem, für welches man vor Monaten noch Magie brauchte, plötzlich ohne dessen Hilfe lösen kann. Somit scheint die Universums-Bestellung nur eine Lieferung auf Zeit zu sein.
Dann gibt es die andere Situation – und hier kommt der Beobachter in’s Spiel: Man stellt etwas her und testet es, es funktioniert aber nicht. Vielleicht findet man einen Fehler, korrigiert ihn, es funktioniert aber immer noch nicht. Man sucht weiter, findet vielleicht wirklich noch Fehler aber an irgend einem Punkt, sind alle Fehler behoben. Doch, selbst dann funktioniert es einfach nicht. Beim Programmieren bietet sich an, dass man bestimmte Variabeln ausgibt um herauszufinden, wo der Fehler liegt. Dann macht man genau das – man gibt an der Stelle, wo etwas nicht funktioniert – eine Variabel aus und plötzlich funktioniert es. Es funktioniert ab diesem Zeitpunkt auch dann, wenn die Ausgabe der Variabel wieder entfernt. Wie kann das denn sein?, fragt sich der Anwender. Es gibt dazu natürlich auch gewisse Lösungsansätze, die ich aber nicht auf jedes meiner Erlebnisse anwenden kann.
Ein Beispiel:
Vor einigen Monate hatte ich privat eine Flash-Applikation gebaut, die unter anderem Prozente als einen Ladebalken darstellt – also etwas ganz einfaches. Der Balken hatte sich aber niemals gefüllt. Ich habe einiges umprogrammiert aber nichts hat funktioniert. Dann die Idee: Vielleicht ist die Variabel, welche die Prozentzahl enthält, falsch oder leer. Ich habe dann also die Variabel als Text ausgegeben, anstatt sie nur von dem Ladebalken anzeigen zu lassen. Ich teste die Applikation und was sehe ich: Die Prozentzahlen laufen vollkommen richtig nach oben und darunter – haltet euch fest – funktioniert der Ladebalken plötzlich problemlos.
Dies erinnerte mich an einen Teil eines Filmes den ich einmal gesehen habe. Es geht dabei darum, ob Licht Materie oder eine Welle ist. Hatte man das Licht einfach so auf zwei gerade Schlitze strahlen lassen, gab es dahinter ein Interferenz-Muster (Also konnte man Licht als Welle bezeichnen). Hatte man aber einen Sensor in die Schlitze gelegt, der registriert und zählt, wann ein Teilchen hindurch fliegt, so bildete sich kein Interferenzmuster mehr.
Es scheint also manchmal etwas zu geben, dass uns extra Steine in den Weg legt – ein Beobachter oder ein Gremlin – und diese erst dann entfernt, wenn man ihn dabei erwischt. Vielleicht ist diese Entität ja die gleiche, die nach einiger Zeit (meistens dann, wenn man das Problem auch ohne Magie lösen kann) die Magie um bestellte Lösungen verschwinden lässt.
Man könnte sagen: Das ist Gott! – Aber ich glaube nicht an einen impersonifizierten Gott, also schliesse ich das aus. Vielleicht hat irgendeine göttliche Firma oder Energie angestellte (Beamte!) die dafür eingestellt sind, den Menschen Steine in den Weg zu legen. Vielleicht sind es aber wirklich nur Gremlins – oder noch wirklicher, böse Kollegen.
Und die Moral von der Geschicht: Beim Arbeiten Zaubern sollst du nicht. (Und wenn mal etwas nicht gleich funktioniert, einmal tief Atmen und dann nochmal versuchen)
Wer sich fragt, warum ich gerade jetzt darauf komme: Ich wollte mal wieder etwas Posten und habe den Stub dieses Posts bei den Unveröffentlichten gefunden und mir gesagt: Den machst du jetzt fertig. Und siehe da
Was meint ihr dazu?
Gruss und Danke für’s Lesen, pf
Schnee ist schön – Schnee ist schön
Das sagte schon der junge Danny in Shining während er von den Hecken-Monstern angepirscht wurde. Und so fühlte auch ich mich heute leicht angepirscht vom Schnee, denn er verlängerte meinen Arbeitsweg von 30 auf 75 Minuten.
Nichtsdestotrotz halte ich daran fest:
Schnee ist schön
und ich hab eine höchste Freude am Fakt, dass es selbst jetzt immernoch schneit. Ich schaue aus dem Fenster und denke: “Wer braucht Davos? Ich habe Littau!”
Greez pfnee
Ich liebe … die nextage GmbH
Wenn man gewisse Dinge per Post erwartet und diese Post um 8:30 in der Früh ankommt, ist es schon eine dumme Sache, wenn man dann gerade auf der Arbeit ist. Es kommt einem danns chon zu Gute, dass gewisse Arbeitskollegen sich freiwillig anbieten, einen nach Hause zu fahren, um das Paket abzufangen. Noch besser ist es dann, wenn der Chef und der Chef sogar einfach so damit einverstanden sind, dass man mit auf unbestimmte Zeit das Büro verlässt.
Wo immer ihr arbeitet, kündigt und bewerbt euch bei der nextage GmbH – denn egal wie cool es bei euch ist, hier ist es cooler. (Wenn ihr zufälligerweise [web-]Programmierer seid, dann mein ich das sogar ernst)
Sooo verabschiede ich mich und schreite in einen Nachmittag voller gehype um meinen einsam wartenden iMac, währenddem ich einen Militärhelm trage – Dazu ein anderes Mal mehr.
a bientot, euer pfoff
Morgens, Halb Acht in Pfoffland
… ich wache auf, es ist hell draussen …
… ich denke, scheisse, schon wieder verschlafen …
… ich öffne mein iBook und lese die Zeit …
… 7:30 …
… Verdammt, denke ich …
… ich stehe auf und gehe auf’s klo …
… putze die zähne …
… mache das katzenklo …
… füttere dieselben …
… ziehe meine Schuhe an …
… mache mich auf den Weg zur Arbeit …
… stehe im Lift …
… und merke …
