Die Schweiz hat ein akutes Gewaltproblem

Posted by: on Mrz 19, 2010 in Pfoffie | 3 Comments

Es ist absolut erschreckend. Man hört es immer wieder in den News. Irgendwelche Leute drehen durch und schiessen um sich, töten Menschen. Diese Täter werden immer Jünger und die Auswüchse dieser Amokläufe werden immer grotesker, beängstigender.

Zumindest im Ausland. (moi ist übrigens in der Schweiz, für alle, die das nicht wissen)

In Amerika, dem Land der verbotenen Brüste oder Deutschland, dem Land das aktiv gegen den Verkauf von Gewalt-verherrlichenden Spielen vorgeht. Aber nicht in der Schweiz. Zugegeben, wir haben natürlich auch hier Gewalt und auch ab und an mal einer der Durchdreht und Politiker oä umbringt. Aber es hält sich alles noch in einem Rahmen, den man bisweilen als Ertragbar bezeichnen könnte.

Wie, um wessen Willen auch immer, komme ich denn nun aber auf diesen Post mit der Aussage eines akuten Gewaltproblems?

Das ist ganz einfach zu beantworten: Der Schweizer Staat hat offenbar das Gefühl, dass dieses akute Problem vorhanden ist. Womit wir auch schon auf den eigentlichen Kern des Posts kommen.

Laut einer Tageszeitung wurde von der Schweizer Regierung nun beschlossen,  die von denen so genannten «Killerspiele» zu verbieten. Das ganze kommt natürlich wieder einmal vollkommen zusammenhangslos und aus dem Nichts. Man sollte meinen, unser kleines Land hätte andere, wichtigere Probleme (Soll ich Frau Calmy mal erklären, was «Dschihad» bedeutet?).

Wie auch immer… Auch wenn ich nicht der vollblut Gamer bin, muss ich mich doch trotzdem über diese Schikane brüskieren. Ich frage mich, was da der Beweggrund ist… Wie man sieht hat der Gewaltindex in Deutschland nichts gebracht. Man amokiert und gewaltet fröhlich weiter.

Man muss nun aber ganz offensichtlich davon ausgehen, dass die Schweiz das Gefühl hat, man muss dies als Prävention oder so durchführen. Demnach ist die Aussage der Regierung: “Killerspiele implizieren Gewalt” Das ist aber falsch. Ein Grossteil meines Bekanntenkreises spielt solche Spiele und ist weit weg davon, jemals überhaupt irgendwelche Gewalt anzuwenden. Was also verstehen die alten Politiker nicht, die so viel von Computergames verstehen wie katholische Pfarrer von Sex?

Ganz einfach:

Virtuelle Gewalt ist nicht der Auslöser sondern aller höchstens ein Symptom möglicher, realer Gewaltbereitschaft.

Wer ein Assi mit Knacks und Ich will alle töten-Wünschen ist, der wird früher oder später durchdrehen und wirklich jemanden töten – Ob er nun Killergames spielt, oder nicht. Man sollte, und das ist der Schlüsselpunkt, vielleicht eher mal daran denken, all diese gottsverreckten arschloch-Eltern zu prüfen. Die, die sich keine Sekunde Zeit für ihre Kinder nehmen und sich einen feuchten Dreck darum scheren, wenn das Kind virtuell stundenlang mit Hackebeilen auf Monsterbabies einschlägt. Die, die einfach froh sind, wenn der Scheissgoof in der Ecke seine Klappe hält. Die, von denen man allgemein weiss, dass sie schon mit 15 Schwanger waren und noch immer keine Sozialkompetenz haben. Ja, die sollte man mal unter die Lupe nehmen.

Unsereins – und dazu zähle ich jeden Menschen den ich nur schon annähernd als entfernten Kollegen bezeichnen würde (und sogar all die Psychos die ich kenne) – kann Zombiehorden, Gangster, Monster, Aliens und was-auch-immer virtuell tonnenweise den Garaus machen, ohne dass wir im realen Leben nur einmal darüber nachdenken würden, jemanden wirklich zu ermorden.

Aber, wir sind ja die Schweiz… Wir kümmern uns nicht darum, dass uns das ganze Ausland hasst, wir kümmern uns auch nicht darum, wohin der Atommüll gehen sollte oder was wir gegen die Arbeitslosigkeit tun sollten. Nein, für uns Schweizer ist wichtig, dass all die bösen Ausländer draussen oder tot sind – und dass Gewaltspiele verboten werden.

Man könnte ja ein Spiel erfinden, in welchem der Spieler die Rolle des schweizer Bundesrates oder des Parlaments übernehmen kann. Man könnte selber Gesetze machen und so… Oh! aber das geht ja gar nicht, Gewaltspiele werden ja verboten sein und dieses würde die schlimmste aller Gewalten glorifizieren – Die Staatsgewalt.

Aber, auch wenn ich es tu, sich darüber aufzuregen wird nichts bringen und man kriegt nur Falten (und das ist kein Computerspiel der Welt wert). Müssen wir unsere Mordlust halt mit importierten Spielen stillen. Wir sind ja die Schweiz, wir brauchen auch keine Wirtschaft.

Cheers, der Pfoff

… Stolz auf's Parlament?

Posted by: on Dez 13, 2007 in Ich, Pfoffie, Seltsam | 4 Comments

Eigentlich müsste ich ja Stolz sein auf das Schweizer Parlament. Sie haben nach viel zu langen vier Jahren endlich den arroganten und häufig illegal handelnden Bundesrat Blocher aus dem Parlament entfernt. Ein sehr fieses kleines Bildchen zeigt auch schön, wie das ganze gelaufen ist:
law_order.gif

Das einzig Gute daran ist jedoch, dass Blocher für sein illegales Verhalten bestraft wurde. Wenn es nach mir ginge, wäre der schon längst unehrenhaft aus dem Bundesrat entlassen worden. Aber nun wurde er ja von fast allen anderen Parteien abgewählt – und das hat nichts mit links und rechts zu tun, sondern mit seinem illegalen Verhalten.

Das Problem dabei ist jedoch, so unangenehm das auch ist, dass die schweizer Bevölkerung die SVP und im Detail Christoph Blocher wählen WILL. Ein Grossteil der Schweizer Wählenden ist auf der konservativen Seite der SVP – Und auch wenn mir das total gegen den Strich geht, so spiegelt nun einfach das Parlament und der Bundesrat nun NICHT MEHR die schweizer Bevölkerung… Deshalb hat das ganze einen sehr negativen Nachgeschmack.

… Es ist schon schlimm, was momentan in unserer Regierung abgeht – Eine Kindergartenklasse würde sich wohl erwachsener Verhalten als diese machtgierigen Ochsenhirne in Bern….

wie auch immer… auf diese Sache habe ich nun wirklich keinen Einfluss mehr.

grz pfoffie