Japanische Zahlen: Darum ist das so schwer!

Posted by: on Jan 28, 2011 in Pfoffie, Sprache | One Comment

Was mir immer wieder auffällt, wenn ich mit Freunden spreche, ist, dass sie finden, Japanisch sei eine solch unglaublich schwere Sprache. Und dieser Aussage will ich auch gar nicht entgegen Reden, Japanisch ist schwierig, aber ist es denn wirklich so ausserordentlich schwierig?

Ein gutes Beispiel, das wir hier zur Veranschaulichung nehmen können, sind Zahlen. Die Japanische Sprache und somit auch die Japanischen Zahlen werden natürlich mit Japanischen Zeichen geschrieben (nicht in jedem Fall, aber das kann uns ja jetzt egal sein). Und natürlich werden die Zahlen auch anders ausgesprochen, als wir das tun. Nachfolgend mache ich eine Liste der Japanischen Zahlen.

Ziffer Zeichen Aussprache
1 ichi
2 ni
3 san
4 shi/yon
5 go
6 roku
7 shichi/nana
8 hachi
9 kyuu
10 jyuu

Wie man schon schnell erkennen kann: 4 und 7 haben zwei unterschiedliche Aussprachen. Ansonsten aber, vermittelt uns diese Tabelle eigentlich, dass dies durchaus etwas ist, was man lernen kann. Jetzt kommt aber die grosse Crux. Will damit anfangen, etwas zu zählen, verändert sich die Aussprache plötzlich absolut und fast nicht wiedererkennbar. Machen wir die gleiche Tabelle noch einmal und zählen Tage.

Zeichen Aussprache Aussprache der Zahl alleine
1. Tag 一日 tsuitachi ichi
2. Tag 二日 futshuka ni
3. Tag 三日 mikka san
4. Tag 四日 yokka shi/yon
5. Tag 五日 itsuka go
6. Tag 六日 muika roku
7. Tag 七日 nanoka shichi/nana
8. Tag 八日 youka hachi
9. Tag 九日 kokonoka kyuu
10. Tag 十日 tooka jyuu

Zugegeben, auch ich war schockiert und dachte: Oh mein Gott, das ist ja wirklich freakig und sowas haben wir auf deutsch ja überhaupt rein ganz und gar nicht! Oder etwa doch?

Machen wir dasselbe Spiel mal auf Deutsch. Wir schreiben die Ziffern, die einzelnen Worte und die Worte als Aufzählung auf.

Ziffer Aussprache Aussprache als Aufzählung
1 eins erster
2 zwei zweiter
3 drei dritter
4 vier vierter
5 fünf fünfter
6 sechs sechster
7 sieben siebter
8 acht achter
9 neun neunter
10 zehn zehnter

Die drei gelb hinterlegten Zahlen können nicht einfach vom Wortstamm + ter abgeleitet werden. Sie müssen auswändig gelernt werden. Zugegeben, es sind nur drei, im Japanischen ist es jede Zahl. Aber das ist nur bei Aufzählungen so. Schauen wir nämlich mal ein etwas anderes Thema an. Zehnerschritte.

In der Nachfolgenden Liste kommen alle Zehnerschritte als Zahlen, auf Deutsch, mit japanischen Zeichen, wie sie auf Japanisch ausgesprochen werden und wie man das auf Deutsch wiederum wörtlich übersetzen würde. Gelbe Zeilen sind auf Deutsch unregelmässig, rote auf japanisch und orange in beiden Sprachen.

Ziffern Deutsch Japanische Zeichen Japanisch Aussprache Wörtlich auf Deutsch
20 zwanzig 二十 ni-juu zwei-zehn
30 dreissig 三十 san-juu drei-zehn
40 vierzig 四十 yon-juu vier-zehn
50 fünfzig 五十 go-juu fünf-zehn
60 sechzig 六十 roku-juu sechs-zehn
70 siebzig 七十 nana-juu sieben-zehn
80 achzig 八十 hachi-juu acht-zehn
90 neunzig 九十 kyuu-juu neun-zehn

Wie man sieht, gibt es keine orangen oder gelben Zeilen. Und dazu kommen noch die Zahlen Elf, Zwölf, Sechzehn und Siebzehn. Natürlich gibt es auf Japanisch etwas mehr solche Ausnahmen, als es auf Deutsch gibt; Zumindest bei den Zahlen. Aber man muss auch sehen, dass diese Unregelmässigkeiten sich dann sehr oft mit den gleichen Regeln an anderen Orten wiederholen und somit quasi aufhören, unregelmässig zu sein.

Somit kann man natürlich sagen, dass Japanisch eine schwierige Sprache ist. Aber man kann so auch mal darüber nachdenken, wie schwierig Deutsch eigentlich ist.

Soviel zu meinem kleinen ausreisser nach Japan(isch).

cheerio, euer プフォっフィー

Das rote Fringe-Intro: Die deutschsprachigen Zuschauer werden verarscht.

Posted by: on Okt 19, 2010 in Pfoffie, Reviews | No Comments

Und zwar auf das gröbste.

Eine Sache, die ich an Fringe immer sehr mochte und die eigentlich auch zeigt, wie modern die Serie ist, ist der Fakt, dass sie durch’s Band fast alles übersetzen. Da haben sie zum einen diese fancy-3D-Schwebetexte, die über’s Bild ziehen auf welchen zB FBI Hauptzentrale steht. Aber auch alle Inhalte des Intros, bei welchem sie Worte wie dark matter und so weiter schön brav auf Deutsch übersetzen. Sogar beim speziellen 1985er Intro haben sie alles schön übersetzt.

Gestern lief nun der erste Teil des Season-Finals auf Pro7 und ich schaute mir die ersten Minuten an, weil ich auf die Übersetzungen im Intro gespannt war. (Achtung, ab hier gibt’s Spoiler). Den meisten Zuschauern wird wohl aufgefallen sein, dass das Intro von Gestern etwas anders war, als die anderen. Genauer gesagt: es war rot.  Und das war es dann aber auch schon. Es war das ganz normale Intro, einfach in rot. Ich weiss nicht, ob man so versteht, was mit dem roten Intro gemeint ist.

Als Erklärung schnell, wie das Intro auf englisch ist: Ausser natürlich, dass es rot ist, besitzt es im Vorspann auch ganz andere Wort, die am Bild vorbeizeiehn. Am Besten schaut man es sich gleich schnell selber an:

Als ich das damals auf englisch gesehen habe, war mir klar: Wow, das ist das Intro von Fringe aus dem anderen Universum! Diese Klarheit hätte sich wohl beim Anschauen des deutschen Intros nicht ergeben.

Man mag jetzt denken, dass dies ein Detail ist. Ich finde jedoch, dass die Worte sehr essentiell (auch mit der Aussicht auf die dritte Staffel) sind. Weiter werfen sie wieder Fragen auf, was spannend und auch wiederum sehr essentiell für diese Serie ist.

Hier die Worte und meine Übersetzung dazu:

Hypnosis: Hypnose (haha, ja da war einfach)
Pyrokinesis:
Pyrokinese
Hive mind:
Kollektive Intelligenz (oder Wabengeist … oder sowas)
ESP:
ASW (Aussersinnliche Wahrnehmung)
Neuroscience:
Neurowissenschaften (Nicht unbedingt Neurologie…)
Clairaudience:
Audiomantik (oder Wahrhören)
Cryonics:
Kryonik
First people:
Erste Leute (evt. auch die Ersten)
Astral projection:
Astralprojektion
Protoscience:
Protowissenschaften
Mutation:
Mutation
Genetic Engineering:
Gentechnik

Ich frage mich wiklich, warum die das nicht übersetzt haben. So schwer ist das meiner Meinung nach nicht. Ich habe noch Links auf Wikipedia dazu gesetzt, für den Fall, dass das eine oder andere Wort jemanden mehr interessiert. Gewisse Inhalte gab es aber leider nur auf englisch :(

Sooodeli, das war’s! Fringe bleibt natürlich trotzdem eine der besten Shows, die im Moment über die Screens flimmert.

Cheers, euer Pfringe

šingo ist bereit!

Posted by: on Sep 13, 2010 in Text | 10 Comments

Wie hoffentlich erwartet werde ich nun den Schleier vom seltsamen, vorhergehenden Post, lüften. Der Titel von diesem lautete ja bekannterweise šingo ešta redīd! Dies (und auch der ganze Rest des Posts) ist – trotz meines offenbar häufig fremdländisch scheinenden Schreiben – eindeutig als nicht-deutsch erkennbar. Wer mit mir auf Facebook befreundet ist, hat vielleicht schon einige Male bemerkt, dass ich seltsame Dinge, auf seltsam scheinende Sprachen schreibe. Vor kurzem habe ich dort auch angetönt, dass ich eine Sprache erfinden will.

Achtung, achtung: Erinnerungsmodus.
Es wird wohl den Einen oder Anderen geben, der mein Blog schon länger liest. Kann sich vielleicht noch an dies erinnern: Hämyünú! Migitié… Ja, Sprachen – und vor allem dabei von mir selbst entwickelte solche – sind für mich nicht erst seit Gestern ein hochinteressantes Thema. Und wenn wir grad’ dabei sind: Ja, Migitié gibt es noch. Nicht, dass ich es viel bräuchte oder noch daran entwickeln würde. Aber die Schrift kommt noch immer ab und an zum Einsatz :D Aber das ist ein anderen Thema. Kommen wir zurück zu šingo.

Was ist šingo und wofür brauche ich das?
Anders als bei Migitié erfinde/erfand ich šingo nicht direkt für mich, sondern eher für Menschen in einer fiktiven Zukunft, welche alle dieselbe, eine zukünftige Weltsprache sprechen. Ich überlegte mir die Entwicklung dieser Sprache zuerst in erster Linie als reine Recherche zu entwickeln. Ich entschied mich aber später dazu, das Alles etwas ausführlicher auszutüfteln und dann einige – oder alle – Kaptiteltitel meiner nächsten Geschichte in dieser Sprache zu schreiben.

So habe ich das nun gemacht, schön getüftelt, gefeilt und bin schlussendlich auf das Resultat gekommen, dass ihr euch im vorherigen Post ansehen konntet. Bevor ich auf die Details zu dieser Sprache komme, noch einiges zum vorherigen Post. So könnt ihr ihn euch in’s Gedächtnis zurückrufen, versteht vielleicht schon ansatzweise meine Überlegungen und interessiert euch mehr dafür.

So, was also wollte uns der letzte Post sagen?
Vorneweg: Ich hatte einen Schreibfehler – aber ich muss ja auch in selber erfundenen, eigenen Sprachen noch immer ich bleiben haha. Das erste tan bei ia’to, tan ešta redīd: ai fāmiḡta šingo! müsste eigentlich ten heissen. Aber das ist ja nicht so schlimm.

Hier also nochmal der Text vom letzten Post auf šingo:

ia’to, ten ešta redīd: ai fāmiḡta šingo

mâ, šingo ešta nani?
šingo ešta fiqšonid end pafeqtid stu-go. “mošaid bred-dšin”, aid šin-stori, šingo fāmiḡtan dēr. ai qonfesta: âd “pafeqtid end logiqid” eštano honto. si hontoid sakai-go eštastu, ioidmor eštastu.

mēbi, iū īwenta iū: wai, ai šita tât šiong. posi eštašte, ai īsid desqribšontaštesi sõ go. honto ešta, ai hâfta plan: sõ go eštastu tšapta-tītel of neqstid stori. tū, ten sûrid ešta ioid rešerš.

end hīr, iūtī vũta: dō, â‘pel riaqta šinid go: [Bild]

ešta spā, hontono?

mormorid end lāfid grītī
Pfoffī

Und jetzt auf Deutsch:

Endlich, es ist bereit: Ich erfinde šingo.

Aber, was ist šingo?
šingo ist eine fiktive und perfekte Zukunftssprache. “Der letzte Bäcker”, meine neue Geschichte, šingo wird dort erfunden. Ich gebe zu: Die Anpreisung “perfekt und logisch” ist nicht wahr. Wenn es eine echte weltsprache geben wird, wird sie besser werden.

Vielleicht fragt ihr euch: Warum ich diesen Aufwand betreibe. Die Möglichkeit bestand, dass ich die Sprache einfach beschrieben hätte. Die Wahreit ist, ich habe einen Plan: Diese Sprache wird die Kapiteltitel der nächsten Geschichte. Auch ist es sicher eine gute Recherche.

Und hier, seht ihr: Wie Apple auf die neue Sprache reagiert: [Das Bild der "šingo-Tastatur" von Apple]

Das ist super, nicht wahr?

Viele und liebe Grüsse
Pfoffie

Ich habe versucht, die deutsche Version grammatikalisch so ähnlich wie der originale šingo-Text halten. Das ging natürlich nicht immer, da sich die Grammatik von šingo nur teilweise mit der vom hohen Deutsch deckt.

Was hat šingo denn für Attribute, was zeichnet es aus, warum ist es die perfekte Zukunftssprache?
Also, was macht šingo zu šingo. Da gibt es einige Punkte:

  • Das šingo-Alphabet:
    Das wahrscheinlich wichtigste Attribut von šingo ist das Alphabet. Ich habe mir dazu bereits bei der Entwicklung von Migitié gedanken gemacht. Ich sagte mir, ein besseres Alphabet als das unsere muss mit sprachbezogener (oder auch von diesen unabhängiger)  Unlogik aufhören. Hier gibt es – aus meiner Sicht – einigen nachholbedarf. Ich werde jetzt nicht all zu tief darauf eingehen, aber ich habe zb unlogische Buchstabenverbindungen (wie sch, ch, ie, ng).
    So stellt zum Beispiel das oft verwendete š stimmlich das deutsche sch dar.
    Weiter wird auch auf die Existenz von Grossbuchstaben aufgrund des Fehlens eines Mehrwerts verzichtet.
  • Die Grammatik:
    Singo baut auf einem einfachen Generiksatz auf: Subjekt-Verb-Objekt. Dies ist auch bei Deutsch, Englisch und noch vielen mehr normalerweise der Fall. Die jetzt bekannten Sprachen lassen jedoch – entstehungsbedingt – sehr viel Spielraum für grammatikalische Umordnungen und Anpassungen. Die erscheinen im ersten Augenblick handlich, erschweren das Schreiben und lesen aber mehr und sollten somit, wenn möglich vermieden werden.
  • Die Wortarten:
    In šingo gibt es nur zwei Wortarten: Nomen und Partikel. Die Partikel, eine kleinere Gruppe von Wörtern, werden gebraucht um einzelne Nomen, Adjektive oder Sätze zu verbinden oder ihnen einen anderen, weiteren Sinn zu geben. So gehören Worte wie aber, und, oder, dieser oder auch zu den Partikeln.
    Die Nomen auf der anderen Seite stellen immer den Wortstamm – als Nominalwort – dar. Mit Suffixen kann aus jedem Nomen ein Adjektiv, ein Verb und alles weitere erstellt werden. Die Chance von Schreibfehlern kann somit auf ein Minimum gesenkt werden.
    Ein Beispiel: fiqšon – auf Deutsch: Fiktion. Mit der Suffix “id” kann man aus dem Nomen Fiktion einfach das Adjektiv fiktiv machen: fiqšonid. Man könnte natürlich auch ein Verb daraus machen, aber nicht in jedem Fall machen die Verb-, Adjektiv- und anderen Formen einen Sinn. Es ist jedoch nützlich, Worte wie “hausig” oder “äpfeln”  einfach so benutzen zu können, wenn diese plötzlich notwendig werden würden.
  • Die Wortherkunft
    Wer den Text gelesen und ein bisschen geforscht hat – oder sich auch mal das Wort fiqšon angeschaut hat, wird erkennen: Das kommt mir irgendwie bekannt vor.
    Ja, die Wortstämme aller wörter von šingo haben ihren Ursprung in irgend einer der momentan bekannten Weltsprachen. Dies hat mehrere Gründe: Zum Einen wird in meiner Geschichte šingo zum Grossteil von einer weltweiten Webcommunity generiert (zumindest das Vokabular). Dies hat natürlich zur Folge, dass Worte aus bereits bestehenden Worten entstehen und schlussendlich das beste, am einfachsten zu benutzende Wort gewinnt. (Einige Beispiele: mâ – fr: mais – aber / mēbi – en: maybe – vielleicht / honto – jp: honto – Wahrheit)
    Zum Anderen muss eine Weltsprache zwangsweise auf Bekanntem aufbauen. Ansonsten hat sie keine Chance, vom Gros der Menschen akzeptierbar und gar lernbar zu sein.

So, ich glaube, das war’s soweit mit šingo. Wenn jemand Frage(n) dazu hat, kann man natürlich gerne kommentieren oder mir ne Message zusenden.

Oh, nur noch etwas: Wer wissen will, wie der šingo-Post ausgesprochen klingt, kann sich das hier anhören:

So, das war’s – glaub ich – wirklich. Wie fandet ihr das Keyboard, das Apple (also ich :) haha) für šingo erfunden hat?

Cheerio, euer Pfoff, der Linguini.

Die fremde Frau

Posted by: on Feb 16, 2008 in Pfoffie | 5 Comments

… Ich habe gerade einen verdammt coolen, deutschen Thriller auf Arte gesehen.
Der Name des Films ist “Die fremde Frau” – der französische Titel (diesen kenne ich, weil ich den Film, wie gesagt, auf Arte schaute) des Films passt aber noch viel besser: “Wer ist diese Frau?” – fragt dieser nämlich übersetzt.
Warum das passt? Den ganzen Film hindurch weiss man immer mehr und mehr und mehr über alle Charaktere – ausser dem Hauptcharakter, dieser seltsamen, fremden Frau.

Helen Berg lebt in Rio und kommt nach Deutschland zurück. Irgendwie hat diese Frau, von der man überhaupt nichts weiss, nichts anderes im Sinn als eine reiche Familie zu intrigieren. Sie verstrickt die Familie in eine Geschichte, die gar nichts mit ihr zu tun haben scheint – doch der Schein trügt.

Ein Film tausenden verstrickungen, bei welchen ich häufig dachte, dass dieser Film keine Sinnvoll Auflösung haben kann. Aber zu guter letzt passt alles so gut zusammen, dass ich echt sagen muss: coooooool!
Unbedingt sehenswert, wenn man irgendwie mal dazu kommt, irgendwie herauszufinden, wie und wo man den sehen kann ;)

— eher überraschend ist auch, dass es ein deutscher Film ist. – no offense – aber die meisten deutschen Thriller (vorallem die in der finanziellen Mittelschicht) sind ja normalerweise nicht er Brüller (siehe Yella) – obwohl, mir fallen in dem Zusammenhang auch gleich ein paar gute ein. Aber egal :)

Greeez pf

Der Para-Meter im Parameter

Posted by: on Nov 23, 2007 in Pfoffie, Seltsam | One Comment

Zu welcher Sorte mensch gehört ihr?
zur Para-Meter oder Para:met’r Sorte?

Ich gehörte lange zur Para-Meter sorte, bis ich – dank der Hilfe eines Freundes – darauf kam, dass es sich beim Wort Parameter nicht um eine Form eines Meters handelt. Seit diesem Zeitpunkt habe ich erkannt, dass man einfach nur rein von der logik her den -meter nicht als “Meter” betonen darf, da dies zu verwirrungen führen kann, denn ein Para-Meter wäre ja eigentlich ein Anti-Meter. Also ein Meter der gegen einen ursprünglichen Meter gegenwirkt und da das vielleicht irgendwann erfunden wird, sollte man die “Variabel” als Para:met’r bezeichnen, da mann dann den Antimeter, nicht Antimeter, sondern Para-Meter nennen kann (denn Anti-Meter tönt wie Centi-Meter).

Aaaaber, wie kommt man nun überhaupt auf dieses Wort? Ganz einfach, das kommt griechischen Parámeter – und bei diesem Wort sieht man genau, wo halt die Betonung liegt… auf dem zweiten A. Also sind wahrscheinlich dumme/arrogante deutschsprachige Schuld, dass wir uns daran gewöhnt haben, das Wort falsch auszusprechen. Dasselbige gilt übrigens auch für das Wort Analyse (bzw. Analysis) – Auch da war es für mich ein grosses Fragezeichen, warum Mathematiker diesen Teilbereich der Mathematik immer als Ana:lysis bezeichneten – Grundsätzlich ging ich davon aus, dass das einfach dummes “wir-sind-klüger-und-müssen-uns-deshalb-vom-pöbelwort-analyse-abheben”-gewäsch handelt, aber ich fand dann auch heraus, dass “Analyse” zu sagen, wirklich dummes pöbeldeutsch ist. Ein weiterer Fall von dummer/arroganter deutschsprachiger, der das wort falsch weitergibt (der = wahrscheinlich mehrere menschen). Analyse (wie auch Analysis) kommt vom griechsichen Análysis – wobei man wiederum genau sieht, wo die Betonung liegt.

nuun… übrigens… die griechischen wörter schreibt man eigentlich mit griechischen Buchstaben, das hab ich mir aber gespart, da’s eh nur wenige lesen können :)

greeez und bis bald – Der Pflugscheisser :D

Von der Einöde des hohen Deutsch

Posted by: on Nov 15, 2007 in Pfoffie, Seltsam | 3 Comments

- Flugzeug
- Fahrzeug
- Feuerzeug
- Schreibzeug
- Werkzeug
- Malzeug
… usw …

und hier noch ein paar für deutsche Dauergameshows:
Wörter mit …zeug:
- Schwimmzeug
- Esszeug
- Tennispausenbodenaufwischzeug
- Schwebzeug
- Gleitzeug

hehe… Geile sprache, die hat das Zeug dazu, berühmt zu werden.
Dummes Zeug!

Viele Grüsse vom Pfoffzeug